Ab in die Tonne?: Vom Wegschmeißen und Wiederverwerten - DER SPIEGEL
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Ab in die Tonne? Vom Wegschmeißen und Wiederverwerten

Vollgestopfte Schränke, Papierberge auf dem Schreibtisch und Kleiderhaufen im Keller – wenn das traute Heim im Chaos versinkt, sind Frust und Ärger vorprogrammiert. Besitz kann zur Belastung werden – doch Wegwerfen und Weggeben fällt vielen Menschen schwer.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hilfe finden sie bei professionellen Entrümplern, Aufräumberatern und Ordnungsexperten. Eine ganze Branche kümmert sich um die Unordnung der Deutschen. Doch ist das Haus aufgeräumt, bleibt die Frage: wohin mit Überflüssigem? So wandern Fernseher, Kühlschrank oder gleich die ganze Sofagarnitur auf den Recyclinghof.

Im Berliner Bezirk Neukölln bringen bis zu 2000 Kunden täglich tonnenweise ausgemustertes Hab und Gut. Gebrauchte Designer-Kleidung hingegen erfährt oft einen besonderen Service: Sind Bluse, Hose oder Hemd in tragbarem Zustand, kommen Second-Hand-Experten auf Hausbesuch. Doch der Großteil nicht mehr benötigter Bekleidung landet im Müll – oder als Spende im Sammelcontainer. Von dort wird er Teil einer Handels- und Verwertungskette im Zeitalter der Globalisierung. Allein 600.000 Tonnen Altkleider aus Deutschland werden jährlich recycelt – und in ärmere Länder Osteuropas und Afrikas exportiert.

SPIEGEL TV Thema hat private und professionelle Aufräumer bei ihrem Kampf gegen das Chaos beobachtet – und den aussortierten Besitz auf seinem weiteren Weg begleitet.