Die Kunst des Kampfes Junge Deutsche in der Shaolin-Schmiede
Julian träumt davon Kung-Fu in Perfektion zu lernen und bewirbt sich bei Europas einziger Ausbildungsstätte für Kampfmönche. Kaum ein Anwärter übersteht die erste Probewoche. Das Sportprogramm gleicht einer Tortur. Auch Julian kommt an seine physischen und psychischen Grenzen. Doch der 17-Jährige ist fest entschlossen und will das schier Unmögliche schaffen: die offizielle Ordination zum Novizen.
Die uralte Kampfkunst stammt ursprünglich aus China. In der Stadt Deng Feng werden tausende Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Land von buddhistischen Mönchen unterrichtet. Strenge Erziehungsmethoden und Entbehrungen bestimmen den Tagesablauf in den Kampfkunst-Schulen. Der Mythos des Shaolin Kung-Fu lockt auch immer mehr Ausländer in das Land der aufgehenden Sonne.
Auch Dennis aus Nordrhein-Westfalen besucht eine der Shaolin-Schmieden. Der 20-Jährige spricht weder Englisch noch Chinesisch. Ohne seine neuen Freunde, den Deutsch-Chinesen Alexander und den Schweizer Fabian wäre er in der fremden Welt verloren. Gemeinsam wollen sie sich im Training gegen 5.000 einheimische Studenten behaupten und das Geheimnis der Shaolin ergründen.
SPIEGEL TV Thema begleitet Julian zwei Jahre lang bei seiner Ausbildung zum Kampfmönch in Kaiserslautern und beobachtet deutsche Shaolin-Fans in China.