Sex in the City: Berlin zwischen Lust und Laster - DER SPIEGEL
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Sex in the City Berlin zwischen Lust und Laster

Berlin ist Deutschlands Hauptstadt der Lust. Schon in den wilden zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die Stadt mit ihren Nachtclubs und Nackttänzerinnen die freizügigste Metropole des Reiches.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das Rotlicht-Milieu der siebziger Jahre schwankte im Westen zwischen Straßenstrich am Bahnhof Zoo und noblen Luxus-Bordellen, während sich in den Ost-Berliner Interhotels junge Damen Geschäftsreisenden aus dem Westen darboten.

Bis heute ist Berlin die Hauptstadt sexueller Libertinage, aber auch des käuflichen Sex. Während die Behörden versuchen, die Zwangsprostitution vor allem osteuropäischer Frauen einzudämmen, legt sich ein Netz von Bordellen, Massagesalons und Privatstudios über die Stadt ohne Sperrbezirk. Nirgendwo verdingen sich mehr Frauen in der Prostitution: 8000 sollen es sein, Professionelle ebenso wie Teilzeit-Huren.

Jenseits des käuflichen Sex hat sich eine hedonistische Szene etabliert, die sich in Swingerclubs, SM-Studios und Sex-Tempeln offen auslebt. Was anderswo als undenkbar oder moralisch fragwürdig gilt - in Berlin ist es möglich.

SPIEGEL TV hat Menschen aus der Hauptstadt begleitet, die am Geschäft mit der Lust partizipieren: freizügige Darsteller erotischer Kunst, abgeklärte Prostituierte, engagierte Propagandisten sexueller Tabulosigkeit. Ein Blick hinter die Kulissen des Geschäfts mit der Lust in der Hauptstadt.