Löwenmütter: Wie Frauen um ihre Kinder kämpfen - DER SPIEGEL
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Löwenmütter Wie Frauen um ihre Kinder kämpfen

Kinder spielen in ihrem Leben eine wichtige Rolle, sie würden alles für sie tun und wachsen im Kampf für und um das Kind über sich hinaus: So genannte Löwenmütter richten ihren Alltag nach dem Nachwuchs aus, sind bereit, für dessen Wohlergehen viel zurückzustecken. Und dies häufig bereits vor der Geburt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Annette Schmand ist in der 22. Schwangerschaftswoche zu Besuch bei ihren Eltern in Hamburg, als ihre Fruchtblase platzt.

Im Krankenhaus raten die Ärzte ihr zu einer Abtreibung. Doch die werdende Mutter will für ihr ungeborenes Baby kämpfen, nimmt in Kauf, dass sie bis zum Ende der Schwangerschaft stramm liegen muss.

Trotzdem kommt Simon zu früh in der 28. Schwangerschaftswoche per Not-Kaiserschnitt zur Welt.

Es ist Annettes achtunddreißigster Geburtstag. Jetzt beginnt die zweite Phase im Kampf um das Leben ihres Frühchens. Zwei Jahre später erwarten Annette Schmand und ihr Ehemann erneut ein Kind. Die Angst bleibt: Wird diesmal alles gut gehen?

Nicola heißt Laura Hafner-Kehms erstgeborener Sohn. Knapp neun Jahre ist er alt, als Mitschüler ihm ins Gesicht treten, seine Brille zerstören und ihn verprügeln.

Immer wieder, solange bis das Kind Selbstmordgedanken hat. Seine Mutter weiß sich nicht anders zu helfen, als Nicola von der Schule zu nehmen und eine schulische Alternative für den Jungen zu suchen, der am Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom leidet.