Archäologie: Auf Schatzsuche in Deutschland - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Archäologie Auf Schatzsuche in Deutschland

Themen der Sendung: Raubgrabungen – Plünderung vor der Haustür; Der Raubgut-Krimi – Die Himmelsscheibe von Nebra; Unterwasser-Archäologie – Tauchgänge in die Vergangenheit; Luftbild-Archäologie – Auf der Suche nach noch unentdeckten Denkmälern; Der Neandertaler - Die Geschichte des "berühmtesten Deutschen"; Die Moorleiche – Skurriler Fund aus vor-römischer Zeit.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Archäologie, das hat in unserer Vorstellung normalerweise was mit Ägypten oder den alten Römern zu tun. Weit gefehlt. Der Boden unter unseren Füßen birgt buchstäblich ein unterirdisches Archiv. Man muss nur wissen, wie man es entdecken kann.

Raubgrabungen – Plünderung vor der Haustür

Kaum eine bronzezeitliche, römische oder mittelalterliche Fundstätte gibt es in Deutschland, die nicht heimlich durchwühlt wird. Mit Metalldetektoren, Bodenradar und Kleinbaggern gehen Raubgräber auf Schatzsuche. Den harten Kern der professionellen Raubgräber schätzen Insider auf rund tausend Personen.

Die Himmelsscheibe von Nebra

Ihre Entdeckung ist einer der spannendsten Raubgut-Krimis überhaupt. Nur durch Zufall kam die Polizei und Archäologen des Landes Sachsen-Anhalt den Hehlern auf die Spur, die versuchten, die Bronzescheibe für eine Million Mark zu verkaufen. Die Himmelsscheibe von Nebra entpuppte sich als Weltsensation.

Tauchgänge in die Vergangenheit

Unter der Meeresoberfläche sind zahlreiche Kulturrelikte erhalten. Taucher untersuchen Funde in der Ostsee, die einem gigantischen Unterwassermuseum gleicht. Mit ausgefeilten Techniken versuchen die Wissenschaftler den Spuren vergangener Zivilisationen zu folgen und zu analysieren.

Luftbild-Archäologie

Die Luftbild-Archäologie hat in den vergangenen Jahren die Arbeit der Experten geradezu revolutioniert und ermöglicht die Beobachtung und Dokumentation der Fundstellen aus verschiedenen Perspektiven und beinahe zu allen Jahreszeiten. Bis dato unbekannte Denkmäler konnten so entdeckt werden.

Neandertaler

Vor genau 150 Jahren, im August 1856, fanden zwei Arbeiter in der Feldhofer Grotte bei Düsseldorf Knochenreste, die sie anfänglich für das Skelett eines Tieres hielten. Erst später stellte sich heraus, dass die Knochen etwa 40.000 bis 50.000 Jahre alt sind – der "Neandertaler" war gefunden. Doch wer waren seine Vorfahren?

Die Moorleiche von Uchte

Skurriler Fund im Moor von Uchte, 80 Kilometer südlich von Bremen. Torfstecher finden eine nahezu unversehrte Hand. Erstaunliche Erkenntnis: Sie stammt von einer ca. 2.600 Jahre alten Leiche.

Moderation: Elke Rosenfeldt