Raumfahrt: Wege ins All - DER SPIEGEL
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Raumfahrt Wege ins All

Themen u.a.: Projekt Orion - Die Rückkehr zum Mond; All inclusive - Weltraumtourismus wird Realität, Tour de Mars - Die beschwerliche Reise in der Schwerelosigkeit.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Weltraumtourismus

Meerblick aus 400 Kilometer Höhe. Seit 2001 durften vier Touristen das Abenteuer All erleben. Genug Geld und ausreichend Fitness – Voraussetzungen für superreiche Erdlinge, um mit Profi-Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) zu fliegen, Kosten pro Trip: 20 Millionen US-Dollar. Die Firma Astrium denkt bereits über regelmäßige Pauschalreisen nach.

Tour de Mars

Die Sehnsucht nach dem Mars ist uralt. Doch für die lange Reise zum kleinen Nachbarplaneten der Erde scheint der Mensch nicht geschaffen. Veränderte Druckverhältnisse im Körper, ausgelöst durch die fehlende Gravitation, sind die Ursache für die Weltraumkrankheit. Symptome: Übelkeit, Erbrechen und Orientierungslosigkeit. Wie lange überlegt der Mensch in der Schwerelosigkeit?

Mars Kolonie

Die Reise in eine andere Welt beginnt am Rande von Hanksville im US-Bundesstaat Utah. In der Wüsten-Landschaft proben sechs Männer und Frauen die Besiedlung des Mars. Mit Unterstützung der NASA haben die Wissenschaftler hier eine Astronautenstation aufgebaut. Sie haben eine klare Vision: Die Forscher simulieren wie es sein könnte, auf dem Mars zu leben, inklusive Raumanzug und entsprechender Ausrüstung.

Der Flug des Phoenix

Eine Vision kurz vor dem Abheben. Auf einer Schlittenbahn im europäischen Weltraum-Bahnhof Kourou könnte "Hopper" zu seinem ersten Flug starten. Bis zu sieben Tonnen Nutzlast soll der Raumtransporter tragen – größer, aber weitaus kostengünstiger als die amerikanischen Space Shuttles. Eine Billigflug-Linie für künftige Transporte zur internationalen Raumstation. Soweit die Theorie, denn in der Praxis existiert bislang nur ein Modell im Maßstab 1:7, sein Name: "Phoenix".

Die neue Generation von Weltraum-Robotern

Die jüngste Schöpfung der Forscher am Instituts für Robotik und Mechatronik in Oberpfaffenhofen heißt "Justin", ist angehender Robonaut und besitzt 43 drehmomentgeregelte Gelenke und einen äußerst sensiblen Kopf mit Stereo-Kameras und Laserscannern. Sein Job: Das Ausführen von Reparaturen im All, dank "Telepräsenz" sicher von der Erde aus zu steuern.

Solid State Plane

Es fliegt zehn mal höher als gewöhnliche Passagiermaschinen, sein Rumpf und seine Flügel bestehen aus einem einzigen Bauteil. Das unbemannte Fluggerät, das die Wissenschaftler des NASA-Forschungszentrums in Cleveland entwickeln, soll bald die oberen Schichten der Erdatmosphäre erkunden, angetrieben von einer aus Sonnenenergie gespeiste Batterie.

Moderation: Elke Rosenfeldt