Mikrokosmos: Die Welt im Kleinen - DER SPIEGEL
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Mikrokosmos Die Welt im Kleinen

Themen u.a.: Uhrmacherkunst – Feinmechanik unter der Lupe; Computerchips – Giganten im Kleinformat; Mikroskopie – das Unsichtbare sichtbar machen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Uhrmacherkunst – Feinmechanik unter der Lupe

Der kürzeste Weg zu kleinen Technikwundern führt in die Schweiz, nach Zürich. In einem unscheinbaren Haus am Stadtrand arbeitet der Uhrmacher Paul Gerber, an technische Miniatur-Meisterleistungen, wie der "Kuhschwanz-Augenwender-Wanduhr", im Schwarzwälder Stil – in einer ziemlich verrückten Werkhöhe von zweiundzwanzig Millimetern.

Computerchips – Giganten im Kleinformat

Es sind die komplexesten Gebilde, die Menschen je hervorgebracht haben: Sogenannte "Wafer", hauchdünne Scheiben aus Siliziumkristall, vollgepackt mit Hunderten Mikrochips. Jeder einzelne Chip vereinigt Millionen Strukturen weit außerhalb der menschlichen Wahrnehmung. Die Fertigung geschieht in streng abgeschirmten, nahezu partikellosen Reinräumen.

Männer am Limit – Modellflugschau in Paris

In La Ferté gehen die größten Modellflugzeuge der Welt an den Start. Drei Tage herrscht in dem 2000-Seelen-Ort ohrenbetäubender Lärm. Es ist erlaubt, was andernorts nur unter strengen Auflagen möglich ist. Ob Propeller oder Düse – geflogen wird, was groß und schnell ist.

Mikroskopie – Das Unsichtbare sichtbar machen

In den letzten 100 Jahren hat die Entwicklung der Mikroskopie rasant an Fahrt gewonnen. Ein Quantensprung von der früheren Linsentechnik bis hin zu der modernsten Raster-Tunnel-Mikroskopie. Galt früher die sechzigfache Vergrößerung einer Fliege als Sensation, können heute problemlos Einblicke in einzelne Krebs- oder Nervenzellen gewonnen werden.

Das Modelleisenbahn-Wunderland

Hinter den Mauern der Hamburger Speicherstadt liegt das Mekka der Modellbaufans: Die größte Modelleisenbahn der Welt. 50 Männer und Frauen basteln ständig an dem 3,5 Millionen Euro teuren Superlativ. Auf 1.000 Quadratmetern sind rund zehn Kilometer Gleis, mehr als 700 Züge mit über zehntausend Waggons, 4.000 Autos und über 150.000 Figuren zu bestaunen.

Mini-Roboter – Chirurgen der Zukunft

Die Chirurgie der Zukunft: Operiert wird mit ferngesteuerten Werkzeugen und zwar nicht mehr am Patienten, sondern neben ihm – an einer Konsole. Ein Lippenstiftähnlicher Roboter übernimmt den Job im Körperinneren. Soweit die Vision. Aber schon in naher Zukunft ist ein Einsatz denkbar.

Moderation: Elke Rosenfeldt