Mobilität: Die Welt in Bewegung - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Mobilität Die Welt in Bewegung

Themen u.a.: Der moderne Düsentrieb - Juan Lozano und sein Raketengürtel; Forschungsobjekt Verkehrsstau – SPIEGEL TV WISSEN unterwegs mit einem Mann, der glücklich ist, wenn nichts mehr geht; Spuren lügen nicht - die Detektivarbeit der Spezialisten vom Verkehrsunfalldienst.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Rocket-Man – Düsentrieb wörtlich genommen

Im Lauf der Zeit haben findige Köpfe schon alle möglichen Arten der Fortbewegung ausprobiert. Juan Lozano bastelt an einer wirklich unkonventionellen Methode: Abheben ohne Flügel mit einem selbstgebauten Raketengürtel. Seit 40 Jahren versucht er verbissen, eine Vision zu verwirklichen, die ihn bislang eine halbe Million Dollar gekostet hat. Zuviel für ein Hobby, und so hofft er, dass sein Raketengürtel das ganz große Geschäft wird – als Individual-Verkehrsmittel der Zukunft.

Vor Ort: Elke Rosenfeldt unterwegs mit einem Stauforscher

60 Stunden pro Jahr stehen wir deutschen Autofahrer durchschnittlich im Stau. In vielen Fällen, sagen Experten, könnte der Stillstand auf der Straße vermieden werden. Vor allem durch intelligentes Fahren, doch daran hapert es. Professor Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg erforscht seit Jahren leidenschaftlich das Phänomen Blechlawine. Elke Rosenfeldt hat ihn bei einer Stau-Exkursion ins Ruhrgebiet begleitet.

Der Verkehrsunfalldienst – Die Kriminalisten der Straße

Wenn es gekracht hat auf den Straßen, und dabei Menschen verletzt oder getötet wurden, kommen sie zum Einsatz: Die Beamten vom Verkehrsunfalldienst. Wie ihre Kollegen von der Kripo müssen sie Zeugen vernehmen, Spuren suchen, Fahrzeuge begutachten. Ihr Ziel ist es, den Unfallhergang zweifelsfrei zu klären. Das ist nicht immer einfach. Denn häufig widersprechen sich die Aussagen der Beteiligten.

Verkehrslenkung am Himmel – Stressjob Fluglotse

Starts und Landungen sind die kritischen Phasen während eines Fluges. Wenn man sich den Betrieb auf dem Rhein-Main-Flughafen anschaut, weiß man auch, warum. Rund 14.000 Flugbewegungen müssen die Fluglotsen im Tower jeden Tag bewältigen. Die Anforderungen sind hoch: Räumliches Vorstellungsvermögen, genügend Stressresistenz, Teamfähigkeit und vor allem gute Englischkenntnisse.

Gesundheit am Fließband – das Klinikum in Aachen

Wenn Astronauten von oben auf die Erde schauen, was sehen sie? Die Chinesische Mauer – und das Aachener Uni-Klinikum, sagen Spötter. Mit seinen 6.500 Räumen gehört es zu den größten Krankenhäusern der Welt. Auf jeden der 1.500 Patienten kommen vier Mitarbeiter. Sie sorgen dafür, dass der Betrieb Tag und Nacht reibungslos abläuft – von der Verteilung der Bettwäsche über die Anlieferung der Medikamente, die Zubereitung der Mahlzeiten, bis hin zur Abfallentsorgung.

Tor zur Welt – das Containerterminal im Hamburger Hafen

Mehr als 20.000 Container aus aller Welt werden täglich im Hamburger Hafen verladen und gelöscht. Der modernste Containerterminal der Welt arbeitet fast komplett automatisch. Gigantische Kräne und computergesteuerte Fahrzeuge transportieren die riesigen Blechkisten. Aber woher weiß der Computer, welcher Container wo abgestellt werden muss, wann er weiterverladen wird, und wer der Empfänger ist?

Eis-Highway – Verkehrsader aus Eis

Es gibt Flecken auf dieser Erde, wo der Transport von A nach B ein echtes Problem darstellt. Nicht, weil es endlose Staus gibt und der Verkehr zu kollabieren droht. Sondern, weil die Natur einem einen Strich durch die Logistik macht. So im äußersten Nordwesten Kanadas. Wer etwa von Yellowknife weiter an den Polarkreis will, der darf nicht auf vierspurige Schnellstraßen hoffen. Dafür aber auf eine Autobahn der etwas anderen Art: eine eisige Piste, die nur vier Monate im Jahr existiert.

Moderation: Elke Rosenfeldt