Grenzen überwinden: Dem Ehrgeiz auf der Spur - DER SPIEGEL
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Grenzen überwinden Dem Ehrgeiz auf der Spur

Themen u.a.: Rebellion gegen die Schwerkraft – Der neue Extremsport "Parkour"; 58 Stunden Qual nonstop – Warum Dreifach-Triathleten vor allem gegen sich selbst kämpfen; Fight Club – wie sich Banker und Manager am Feierabend durchboxen.
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Vor Ort: Elke Rosenfeldt besucht einen Guiness-Buch-Rekordjäger

Seit 15 Jahren riskiert Jürgen Köhler für einen Eintrag in das Register der Ehrgeizigen Kopf und Kragen. Die rasante Karriere des Sportlers begann 1992 auf Inlineskates, die Köhler dann auf eine Geschwindigkeit von 288 Kilometern in der Stunde beschleunigt hat. Köhler gibt derweil auf seinem selbst gebauten "Rhön-Quad" Gas – bei 40 Stundenkilometern schlägt das knallgelbe Gefährt den Purzelbaum. Im Alltag sitzt Köhler ebenfalls am Steuer: Er ist Busfahrer von Beruf. Elke Rosenfeldt besucht den Jäger der Rekorde.

58 Stunden Qual nonstop – Weltmeisterschaft der Dreifach-Triathleten

Bei der Weltmeisterschaft der Dreifach-Triathleten ist eine besondere Motivation gefragt, um 11,4 km Schwimmen, 540 km Radfahren und 126 km Laufen durchzustehen – alles non stop hintereinander. Nur eine kleine Gruppe von Ausdauerspezialisten stellt sich weltweit dieser Herausforderung. Durch Schlafentzug und Ernährungsdefizite wechseln Halluzinationen mit Euphorien, Ohnmacht und Schmerzen – für die einen die Hölle, für andere das reine Glück.
Härtetest – Aufnahmeprüfung an der Sporthochschule Köln

Die Aufnahmeprüfung an der Deutschen Sporthochschule in Köln gilt als eine der härtesten in Europa. An nur einem Tag werden die Bewerber in 20 unterschiedlichen Disziplinen getestet. Sie müssen sprinten, spielen und schwimmen und dürfen sich dabei nur einen einzigen Fehler erlauben. Ansonsten ist die Prüfung für sie sofort beendet. SPIEGEL TV WISSEN hat einige der Kandidaten bei diesem schicksalhaften Prüfungsmarathon begleitet.

Rebellion gegen die Schwerkraft - Extremsport „Parkour“

Bei „Parkour“ geht es darum, in Innenstädten über die Häuser zu ziehen. Immer gibt es neue Ziele: höhere Gerüste, Bäume, Mauern. Steven, 21, aus Basel trainiert viermal die Woche bis zu fünf Stunden am Tag. Seit sechs Jahren ist er besessen davon, Architektur mit Körperkraft zu überwinden, mit spektakulären Kletter- und Sprung-Aktionen. Die Vernunft ist das größte Hindernis, die Angst der stärkste Reiz.

Fight Club – Durchboxen am Feierabend

Im Beruf haben sie sich nach ganz oben durchgeboxt – jetzt fehlt ihnen in der Freizeit der Nahkampf. Londoner Banker und Manager reagieren sich nach Dienstschluss am Sandsack und bei Boxkämpfen ab. Im vornehmen Finance District steht zurzeit Boxen zum Stressabbau ganz hoch im Kurs. Das Beschäftigungsprogramm für ausgepowerte Alpha-Männer nennt sich "The Real Fight Club" – die Fortsetzung des harten Arbeitskampfes mit anderen Mitteln.

Unter Dampf – die Sauna-Weltmeisterschaft

Es gibt Menschen, deren ganzer Ehrgeiz liegt darin, sich freiwillig grillen zu lassen. Bei 110 Grad gibt es für sie nur ein Ziel: Es länger auszuhalten als alle ihre Konkurrenten. Das Ganze findet unter der Kontrolle von professionellen Wettkampfrichtern statt und dient einzig und allein dazu, einen Weltmeistertitel zu erringen. Den Weltmeistertitel im Saunieren.