Witten Vier Tote bei Familiendramen
In einem Mehrfamilienhaus fanden Polizeibeamte die Leichen einer 31-jährigen Frau und ihrer zwei und fünf Jahre alten Kinder erstochen in ihren Betten. Als Tatwaffen wurden zwei Küchenmesser sichergestellt. Gegen den 35-jährigen Familienvater erging inzwischen Haftbefehl.
Im zweiten Fall hat eine 37-jährige Frau offenbar ihren drei Jahre jüngeren Mann, einen Speditionsangestellten mit mehreren Kopfschüssen im Schlaf getötet. Während der Tat hatte sich auch der achtjährige Sohn der Familie im Haus befunden. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war die Ehe der seit neun Jahren verheirateten Eltern offenbar seit längerem zerrüttet. Die Tatwaffe wurde nicht gefunden. Trotz des Verdachtes gegen die Ehefrau könne man auch einen Selbstmord nicht auschließen, so ein Polizeisprecher.
Beide mutmaßliche Täter hatten sich in der Nacht zum Donnerstag gestellt. Innerhalb von zehn Minuten erschienen sie auf der Polizeiwache in Witten: Zunächst um 2.30 Uhr die 37-jährige Ehefrau mit ihrem acht Jahre alten Sohn, zehn Minuten später der 35-jährige Familienvater in blutverschmierter Kleidung. Beide waren völlig verstört und zu keiner zusammenhängenden Aussage fähig, die Frau musste zunächst im Krankenhaus behandelt werden. Da es zwischen den beiden Taten keinerlei Verbindungen gebe, seien zwei Mordkommissionen gebildet worden, erklärte der zuständige Staatsanwalt.