leben CONTAINER ODER KASERNE
Zu Beginn des Wintersemesters drängen wieder rund 7000 Studienanfänger auf den Münchner Wohnungsmarkt. Wohnheimzimmer sind heiß begehrt - bis zu zwei Jahre müssen zugereiste Erstsemester auf einen Platz warten. »Die Situation ist grotesk«, sagt Moritz Kaiser, Asta-Referent an der TU München, »bei den Mitwohnzentralen bewerben sich 200 Leute um ein Zimmer.« Kaiser will jetzt selbst Wohnraum schaffen: Der TU-Asta möchten Container anmieten, wie sie auf Baustellen verwendet werden. Einen Platz in Top-Lage hat Kaiser schon im Auge - die Theresienwiese, Veranstaltungsort des Oktoberfests. Beim Münchner Studentenwerk stößt die Initiative auf wenig Begeisterung: »Das ist eine dilettantische Idee«, urteilt Sprecher Helmut Gierke, »es gibt dafür noch nicht mal eine Baugenehmigung.« Das Studentenwerk hat derweil schon Notunterkünfte organisiert, zum Beispiel in Kasernen.