Schwule verdienen weniger als heterosexuelle Männer, sagen Forscher - DER SPIEGEL
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Schwule verdienen weniger als heterosexuelle Männer, sagen Forscher

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dieser Beitrag wurde am 31.08.2017 auf bento.de veröffentlicht.

Was wir verdienen, hängt oft nicht nur vom Job oder Wohnort ab. Studien zeigen seit langem, dass Menschen in der Arbeitswelt diskriminiert werden, wenn sie eine andere Hautfarbe haben, einer Minderheit angehören oder weiblich sind. 

Ein Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt jetzt: Auch die sexuelle Identität beeinflusst, wie viel Geld wir verdienen. (SPIEGEL ONLINE)

Neben dem vielfach dokumentierten "Gender Pay Gap" zeigen die Daten somit auch einen "Sexuality Pay Gap", der in bedeutsamen Umfang homo- und bisexuelle Männer betrifft.

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Schwule und bisexuelle Männer erhalten einen mittleren Stundenlohn von 16,40 Euro, sagen die Forscher. Bei heterosexuellen Männern sind es dagegen 18 Euro, Frauen kommen nur auf 14,40 Euro. 

Dass nicht-heterosexuelle Männer weniger Geld verdienen, habe verschiedene Gründe, schreiben die Forscher in ihrem Bericht. Oft unterscheide sich die beruflichen Positionen deutlich. So sind schwule und bisexuelle Männer laut DIW:

  • öfter Angestellte
  • seltener Arbeiter oder in der Produktion
  • dreimal seltener Beamte

Gleichzeitig leisteten sie deutlich mehr Überstunden als heterosexuelle Männer. Auch wenn man die Bezahlung nach Branche vergleiche, gebe es weiterhin Nachteile für schwule Männer. 

Die Unterschiede in der beruflichen Entwicklung gibt es übrigens auch bei Frauen. Hier ähnelt sich laut DIW die Bezahlung je nach Branche aber stärker. 

Der wahrscheinlichste Grund dafür könnte sein, dass Frauen ohnehin weniger verdienen als Männer, unabhängig von der sexuellen Identität.

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