leserbriefe WO DER FEIND STEHT
Nr. 5/2001: »Ehre, Freiheit, Vaterland« - Burschenschaften am rechten Rand
Schade, dass hier entgegen gutem SPIEGEL-Stil wahre Fakten mit vorsätzlich bösartiger Anti-Verbindungspropaganda vermengt werden - mit dem offensichtlichen Ziel, junge Leute vom Eintritt in eine Verbindung abzuhalten.
Stuttgart HANNES GNAD
Zunächst einmal vielen Dank, dass Sie in Ihrem Artikel darauf hinweisen, dass nicht alle Verbindungsstudenten rechtsradikale Tendenzen haben. Meine Verbindung, die Würzburger Burschenschaft Arminia, hat sich wie andere Würzburger Verbindungen explizit von solchem Treiben distanziert. Natürlich wird es für gemäßigte und verfassungstreue Verbindungen nicht einfacher, wenn sie in einen Topf mit denen geworfen werden, die außerhalb der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen.
Würzburg JAN AGNE
Gott sei Dank gibt es diese gründlich recherchierten SPIEGEL-Artikel, die uns Demokraten dabei helfen, genau zu erkennen, wo der Feind steht. Nachdem die vielen Artikel über islamistische Terroristen inzwischen zu langweilen scheinen, veröffentlicht man über die gar so gefährlichen Burschenschaften einen neuen Aufguss der altbekannten Gerüchte und Vorurteile. Dass Rechtskonservative gern Scheitel tragen, wissen belesene Medienkonsumenten ja schon lange, aber dass die Frisur nun ein Indikator für Verfassungstreue ist, scheint mir neu zu sein.
Hamburg OLAF HASELHORST