Wohnungsmarkt für Studierende: Wer sich wo ein WG-Zimmer noch leisten kann (Newsletter) - DER SPIEGEL
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Illustration: DER SPIEGEL

Startklar-Newsletter Wo lässt sich heute noch ein bezahlbares WG-Zimmer finden?

Zurzeit lebe ich in einer Wohngemeinschaft mit einem befreundeten Paar. Was als Übergang gedacht war, hält nun schon seit zwei Jahren. Ich liebe unsere Wohnung, unsere Lage in der Nähe der Hamburger Schanze und unser Zusammenleben.

Und gerade deshalb graut es mir vor dem Moment, an dem die beiden beschließen, dass aus unserer WG wieder ihre Paarwohnung werden soll. Ich will nicht zurück auf den angespannten Hamburger Wohnungsmarkt.

Seit ich 19 Jahre alt bin, lebe ich in Wohngemeinschaften: Mit Verschwörungstheoretikern und besten Freundinnen, zu zweit, zu dritt, zu viert, auf elf Quadratmetern und auf über 20, mal mit Balkon und Wohnzimmer, mal ohne. Für das billigste Zimmer im bayerischen Eichstätt habe ich damals etwas mehr als 300 Euro gezahlt, in Hamburg zeitweise 620 Euro. Was lange Zeit als eine der günstigsten Wohnformen galt, ist heute teilweise unerschwinglich geworden.

Wer vor allem unter dem Wohnungsmarkt leidet: mehr als Hunderttausende Studierende, die sich fragen müssen, wo sie sich das Leben und Wohnen überhaupt noch leisten können.

Meine Kolleg:innen Gloria Timm, Zoe Vagi, Chris Kurt und Frank Kalinowski haben Daten von WG-Gesucht für 90 Städte ausgewertet. Sie zeigen, wo die Nöte der Studierenden bei der Wohnungssuche besonders groß sind und wie stark sich die Mieten in Studierendenstädten im Osten und Westen unterscheiden. Ihre Analyse macht aber auch Hoffnung, finde ich. Denn ihre Grafiken und Karten zeigen anschaulich, wo Wohnen noch bezahlbar ist.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Franca Quecke, Redakteurin SPIEGEL Start


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