"Best dressed"-Liste von Vanity Fair mit Taylor Swift - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Fotostrecke

"Best Dressed"-Liste: Von Cumberbatch bis Rihanna

Foto: Neilson Barnard/ Getty Images

"Best Dressed"-Liste Die Eitlen und die Adeligen

Wo treffen sich europäische Prinzen, Musikstars und Hollywood-Größen? Auf der "Best Dressed"-Liste des Magazins "Vanity Fair", das jährlich die am besten gekleideten Menschen der Welt kürt. Zum ersten Mal auch dabei: gleichgeschlechtliche Paare.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wird man als Adeliger nicht nur mit viel Geld, sondern auch mit viel Stil geboren? Auf den Gedanken könnte zumindest kommen, wer sich auf die "Best Dressed"-Liste der US-amerikanischen Zeitschrift Vanity Fair verlässt:  Verdächtig viele Angehörige europäischer Königshäuser schafften es in diesem Jahr in die prestigeträchtige Auswahl von Mode-Vorbildern.

Unter anderem dabei: Königin Letizia von Spanien und Prinz Carl Philip von Schweden. Auch der britische Prinz Harry ist in der Liste vertreten; nicht aber sein großer Bruder William - ob für "Vanity Fair" Haupthaar auch als Kleidung zählt? Dann würde sich erklären, warum der zunehmend Kopfhaar-befreite Prinz nicht die Gunst des Magazins findet.

Neben dem Adel tummeln sich auf der Liste Socialites aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens. Vertreten ist etwa Samantha Cameron, ehemalige Kunststudentin und Ehefrau des britischen Premier David Cameron. Sie gilt als stilsicher und sucht offenbar auch für den britischen Premier selbst die Kleidung aus. Ihren Look umschrieb das Magazin als "conservative charm" und lobte passend dazu ein überknielanges, am Hals hochgeschlossenes Blumenkleid.

Geschmackvolle "prep power" bei Taylor Swift

In Camerons Gesellschaft: Menschenrechtsanwältin Amal Clooney, Rihanna und Taylor Swift - die US-Sängerin, die sich zuletzt von ihrem Image des Popstars ohne Ecken und Kanten in dem viel beachteten Musikvideo zu "Bad Blood" löste, wird hier für eine geschmackvolle, aber auch bravere "prep power" (in etwa: Schnösel-Stil) gelobt.

In der Reihe "Paare" wurden unter anderem die Eheleute Sophie Hunter und Benedict Cumberbatch in die Liste aufgenommen, zudem aber auch zum ersten Mal in der Geschichte gleichgeschlechtliche Paare. Wie zum Beispiel der New Yorker Designer Thom Browne mit seinem Mann Andrew Bolton - man wolle damit die Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs abbilden, heißt es. Im Juni hatte das Gericht Schwulen und Lesben in ganz Amerika erlaubt zu heiraten.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Liste gibt es auch eine Sektion für Hollywoodstars: Neben Newcomern wie der Schwedin Alicia Vikander und dem britischen Oscargewinner Eddie Redmayne ("Die Entdeckung der Unendlichkeit") tummelten sich hier die üblichen Verdächtigen aus Modemagazinen und Fashion-Blogs, etwa Diane Kruger und Sienna Miller, die modisch unter das Label It-Girl passen - ihr Kleidungsstil gilt als hip, aber nicht so extravagant gewagt, dass man anecken könnte.

Die "Best Dressed" Liste wurde in den Vierzigerjahren von der Modeagentin Eleanor Lambert entwickelt, die auch die erste New York Fashion Week auf die Beine stellte. Die Liste wird nach Angaben von "Vanity" Fair per Umfrage unter "einflussreichen Personen" ermittelt. Anhand der Vorschläge trifft eine Jury aus Journalisten und Promis dann die Auswahl, die aber kein Ranking sein soll. Seit 2002 ist "Vanity Fair" für die Liste zuständig.

eth