Casa Raumplan: Architektenhaus in Madrid - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Fotostrecke

Fotostrecke: Rundgang durch das Raumplan Haus

Foto: Javier Callejas/ Estudio Arquitectura Campo Baeza

Edles Architektenhaus in Madrid Weißraum

Nach außen zeigt sich dieser Wohnwürfel recht verschlossen. Doch das ist nur Fassade. Im Inneren warten extra hohe, lichte Räume - und ein Traumblick über Spaniens Hauptstadt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In unserer Artikelserie "Die Heimsuchung" stellen wir Ihnen in loser Folge außergewöhnliche Immobilien vor, die zum Verkauf stehen, gerade gebaut oder geplant werden oder die einfach nicht von dieser Welt sind. Heute empfehlen wir Ihnen in unserem Steckbrief: "Casa Raumplan".

Das Raumplan-Konzept geht auf den Wiener Architekten Adolf Loos zurück. Um 1910 ging er dazu über, in seinen Villen die Größe und Anordnung der Räume von deren Funktion abhängig zu machen. Das Ergebnis waren teilweise mehrgeschossige ineinander verschachtelte Räume.

Wie schön das aussehen kann, lässt sich in Madrid begutachten. Dorthin, mit einem tollen Blick auf den Ostteil der spanischen Hauptstadt, hat der Architekt Alberto Campo Baeza sein Raumplan-Haus gestellt.

Die örtlichen Bauregularien verlangten einen quadratischen Grundriss mit einer Fläche von zwölf mal zwölf Metern. Die wiederum unterteilte Campo Baeza in vier Quadrate mit einer Seitenlänge von je sechs Metern. Das Raster, auf dem die Räume des Gebäudes ansteigend angeordnet wurden.

Herausgekommen sind viele offene Zimmer mit doppelter Deckenhöhe, teilweise über Galerien miteinander verbunden. Den Abschluss bildet eine Dachterrasse.

Fotostrecke

Fotostrecke: Rundgang durch das Raumplan Haus

Foto: Javier Callejas/ Estudio Arquitectura Campo Baeza

Lage: Aravaca, Madrid, Spanien.

Zimmerzahl: Ess- und Wohnbereich, Küche, mehrere Schlafzimmer und Badezimmer.

Garten: Es gibt einen kleinen Garten, mehrere Innenhöfe und eine Dachterrasse.

Extras: Pool und Dachterrasse.

Stilfaktor: Dezenter Würfel in elegantem Weiß. Für Puristen und Freunde des architektonischen Understatements.

Neidfaktor? Allein die Tatsache, dass von außen kaum jemand ins Haus hinein blicken kann, wird viele vor Neid erblassen lassen.

Wer fühlt sich hier wohl? Picasso und seine Kubistenbrüder und -schwestern im Geiste.

Unbedingt mitbringen! Wandfarbe. Bilder. Eine Sonnenbrille, damit man den Traum in Weiß auch im Hochsommer ohne Augenreizung bestaunen kann.

Nachbarn: Bekommen Sie nicht häufig zu Gesicht. Die Sichtachsen sind alle oberhalb des Straßenniveaus und auf die Stadt gerichtet.

Unterhalt: Ab und zu frisches Wasser für den Pool und regelmäßige Fassadenreinigung sind unerlässlich.

Altersgerechtes Wohnen: Der Architekt hat einen Aufzug eingeplant.

Weitere Infos: Gibt es auf der Webseite von Alberto Campo Baeza .

löw

Mehr lesen über