Franck Sorbier: So wird Haute Couture gemacht - DER SPIEGEL
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Franck Sorbier: Vom Entwurf zum Haute-Couture-Kleid

Foto: Christophe Ena/ AP

Mode-Designer Franck Sorbier Bis zum letzten Nadelstich

Franck Sorbier ist einer der letzten Pariser Couturiers, der alles an seinen atemberaubenden Roben selbst macht. Ein Fotograf hat den Exzentriker bei der Arbeit begleitet. Hier sind die Bilder.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In der von milliardenschweren Luxuskonzernen dominierten Modebranche ist Franck Sorbier ein unabhängiger Exzentriker. Er ist einer von nur elf Modeschöpfern, die den Titel "Grand Couturier" tragen dürfen. Bei der Arbeit schaut ihm meistens sein geliebter Sittich "Lady" über die Schulter, häufig kommt der Vogel dabei den Nähmaschinennadeln gefährlich nahe.

Seine aufwendig inszenierten Modenschauen finanziert Sorbier, indem er dafür Eintrittskarten verkauft. Von Einladungen an einen exklusiven Zuschauerkreis hält er nichts. Als einer der Ersten präsentierte Sorbier seine Shows im Internet. Für die virtuelle Darbietung von "Nothing but luck" bekam er mehrere Preise.

Bis zur Vorstellung seiner neuesten Frühjahrskollektion in Paris arbeiteten Sorbier und sein Atelier seit Oktober quasi rund um die Uhr. Das Museum für Textildruck in Mülhausen hatte den Modeschöpfer gebeten, zum 30. Geburtstag des Hauses eine Kollektion zu entwerfen, die inspiriert ist von Papier und Blumen.

"Alle Blumen stammen von Fotografien und Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert, die ich im Museumsarchiv gefunden habe", sagte Sorbier einem Fotografen der Nachrichtenagentur AP, der den Prozess von der Konzeption bis zur Präsentation begleitet hat.

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Franck Sorbier: Vom Entwurf zum Haute-Couture-Kleid

Foto: Christophe Ena/ AP

Sorbier beginnt mit handgezeichneten Skizzen. Anschließend kommt der anstrengende Teil: Schneiden, Nähen, Rauchen, Kaffeetrinken wechseln sich so lange ab, bis endlich eine zehnminütige Modenschau über die Bühne geht.

In einem alten Theater zeigte Sorbier seine Mannequins zunächst eingehüllt in Bahnen braunen Papiers. In einer tänzerischen Performance entledigten sich die Models ihrer Knospen und präsentierten hauchzarte Blumenkleider aus sepiafarbenem Organza, verziert mit den Druckvorlagen aus dem 19. Jahrhundert.

Das Publikum war begeistert, das Eintrittsgeld hat sich gelohnt.

Video: Die schöne Fassade: Haute Couture - Königsklasse der Mode

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löw / AP

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