Geschirrtrends 2018: Schwarz auf Weiß - DER SPIEGEL
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Schwarz zu Weiß: Der Trend zu dunklem Geschirr

Foto: TMN/ Rosenthal

Geschirrtrends Schwarz auf Weiß

Weiß ist und bleibt die klassische Farbe für Tafelservice und Kaffeegeschirr. Doch in diesem Jahr ergänzen auffällig viele Hersteller die blasse Nichtfarbe um ihren Gegenpol Schwarz oder um andere tiefdunkle Farbtöne.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rosenthal legt gleich für zwei seiner bestehenden Geschirrlinien dunkle Varianten in Kombination mit Weiß auf: Die vom finnischen Designer Timo Sarpaneva gestaltete Produktreihe Suomi New Generation erhält unter dem Beinamen Ardesia einen matten schwarzen Rand. Der Streifen wird am Übergang zum Weiß von zarten Linien durchbrochen.

Außerdem legt der Hersteller sein Service Mesh in einem markanten Schwarz-Weiß-Look neu auf. Allerdings changiert der Basiston je nach Lichteinfall zwischen Schwarz und tiefem Grün. Beide Erweiterungen sollen zu den bereits erhältlichen Basisteilen der jeweiligen Geschirrlinien passen.

Ebenfalls auf sehr dunkles Grün, das je nach Raumbeleuchtung wie Schwarz wirkt, setzt Blomus beim neuen Tafelservice Mio. Es wird ergänzt um ein zartes Grau-Blau und Weiß, was die Farbgebung auflockert.

Die Kollektion Château der Designerin Maja Prinzessin von Hohenzollern für den Hersteller Goebel greift bewusst den schwarz-weißen Einrichtungstrend auf - diesen gibt es insbesondere im gehobenen Preissegment. Schließlich gilt diese Stilrichtung als eher exzentrisch und luxuriös.

Doch es ist nicht alles Schwarz oder Weiß: So bringen die Hersteller weiterhin neue Blütendekors heraus. Ein Beispiel ist Sambonet mit der neuen Plattenkollektion namens Kyma Florilegium. Andererseits gibt es weiterhin eine Vielzahl an geometrischen und klaren grafischen Strukturen beim Geschirr. Ein Beispiel dafür ist das neue Dekor namens Friends für die Kollektion Ono der Marke Thomas in den Grundfarben Blau und Gelb.

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Schwarz zu Weiß: Der Trend zu dunklem Geschirr

Foto: TMN/ Rosenthal

Kahla konzentriert sich beim neuen Dekor Linen&Cotton für die Kollektion Elixyr ebenfalls auf grafische Einschübe. Sie sollen Stücke von Baumwolle und Leinen - also Tischdecken, Läufer und Platzsets - symbolisieren, die zunehmend vom Tisch zu verschwinden scheinen, so der Eindruck der Designerin Lisa Keller.

"Egal, ob in Restaurants, Bistros oder im privaten Esszimmer: Mir fiel auf, dass man plötzlich überall pure Materialien sieht. Blanke Holztische und Steinflächen lösen den klassischen gedeckten Tisch ab." Dadurch fehle auf einmal der Kontrast zwischen weichen und harten Materialien, zwischen massiv und leicht.

Blütendekors im Wandel

Designer Michael Sieger hat für sein neues Design für Arzberg zwei bei Kunden beliebte Elemente des Geschirrdesigns zusammengebracht: geometrische Formen und Blüten. Für das Dekor Vivid Bloom der Arzberg-Geschirrserie Tric nahm Sieger seine Lieblingsblumen und brachte sie in Einklang mit Wabenstrukturen in Blau - obwohl Blüten für die Marke Arzberg "ein Stück weit was Neues sind", so Sieger.

Die Blütendekors sind derzeit allerdings im Wandel: Brachten die Manufakturen vor ein paar Jahren gerne sehr zarte, filigrane Arten mit einfachen Blüten wie von Wiesenblumen auf Porzellan, so werden es nun gefüllte und üppigere Blüten. Sie werden auch großflächiger auf Teller, Tassen und Untertassen gesetzt.

löw / Simone A. Mayer, dpa

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