Tennis-Outfits: Neue Zebra-Trikots von Adidas - DER SPIEGEL
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Neue Adidas-Trikots: Wie sehen die denn aus?

Foto: Clive Brunskill/ Getty Images

Tennis-Outfits Verirrt auf dem Sandplatz

Das Adidas-Zebra ist vom Aussterben bedroht. Nur noch wenige Exemplare aus der Linie des Stardesigners Yohji Yamamoto sind bei den French Open zu beobachten. Modeschützer schlagen Alarm.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zebras sind äußerst flinke und schreckhafte Lebewesen. Das gilt auch für die jüngst entdeckte Gattung der Adidas-Zebras. Ihr Revier ist das Pariser Roland-Garros-Stadion. Eine kleine Herde wurde jüngst im 16. Pariser Arrondissement beobachtet, Stammesgebiet der Fédération Française de Tennis.

Das Adidas-Zebra entspringt der Y-3-Linie des im fränkischen Herzogenaurach siedelnden Ausrüsters. Es ist leicht an seiner auffälligen Zeichnung zu erkennen. Das schwarz-weiße Streifenmuster soll die Bewegungen verschleiern und so für einen Vorteil im Kräftemessen mit Konkurrenten sorgen, ist aber eher eine Laune des japanischen Stardesigners Yohji Yamamoto.

Die eleganten Zweibeiner leben mit ihren Balljungen in der Sandplatz-Savanne von Paris. Sie ernähren sich vor allem von Energieriegeln und isotonischen Getränken. Ihren Lebensraum teilen sie sich in einer meist harmonischen Symbiose mit den Schieds- und Linienrichtern. Mitunter kann es aber zum Streit kommen. Dann sollte man den gestreiften Kraftpaketen besser aus dem Weg gehen. Besonders männliche Exemplare neigen zu Wutausbrüchen. Oft lassen sie ihren Frust an Tennisschlägern aus, die sie in ihrer Umgebung finden.

Überlebenskampf unter Artgenossen

Von den einst zahlreich im Turnier vertretenen Exemplaren dieser Spezies sind nur noch wenige übrig: Angelique Kerber verabschiedete sich gleich in der ersten Runde. Ana Ivanovic überlebte ihre Begegnung mit Ukrainerin Elina Svitolina nicht, Simona Halep konnte dem schlechten Wetter nicht trotzen, und Kristina Mladenovic wurde von Serena Williams verspeist.

Bei den männlichen Exemplaren sieht es nicht besser aus: Der Franzose Jo-Wilfried Tsonga ließ sich vom Letten Ernests Gulbis aus der Ebene unterhalb der Tribünenberge vertreiben. Tomas Berdych, bislang eines der stärksten Exemplare, fiel einem Platzhirsch zum Opfer: Gegen Nova Djokovic hatte er keine Chance. Besonders tragisch war das Schicksal des Fohlens Alex Zverev, der Nachwuchs wurde von seinem Artgenossen Dominic Thiem weggebissen. Ebenfalls nicht alt wurden Lucas Pouille und Gilles Simon.

Wer also eines der vom Aussterben bedrohten Exemplare in freier Wildbahn sehen möchte oder auch nur den meist markanten Kampfschrei hören will, muss sich schleunigst auf Tennis-Safari begeben. Das Männchen Dominic Thiem ist eines der letzten der Adidas-Zebras bei den French Open. Andererseits wäre es auch nicht allzu schade, wenn diese Spezies aussterben würde. Eine Augenweide ist sie wahrlich nicht.

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