Streetstyle aus Düsseldorf: Ge-Kö-nnt - DER SPIEGEL
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Extraportion "fette Marke": Streetstyles aus Düsseldorf

Foto: Sabrina Weniger

Streetstyles aus Düsseldorf Ge-Kö-nnt

Düsseldorf ist Mode. Hier spielt man mit den Codes der Cool Kids und zeigt, was man hat. Selbst Sportkleidung lassen die Düsseldorfer schick aussehen. Sieben Bewohner der Stadt zeigen ihren Stil.
Von Karolina Landowski
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Düsseldorf ist Mode. Hier, zwischen Showrooms und Designerboutiquen, fühlt sich die Fashionbranche heimisch. Wer die Königsallee einmal hoch- und runterläuft, mittwochvormittags etwa, nicht etwa samstagnachmittags, sieht Menschen wie in Paris und Mailand. Sie sehen auffallend gut aus: maßgeschneiderte Anzüge, lange Seidenkleider, teure Schuhe. Hier und da zu viel Schmuck. Man zeigt gerne, was man hat - dafür ist Düsseldorf bekannt.

"Mode spielt in dieser Stadt eine große Rolle, das merkt man an jeder Ecke", sagt Evelyn Hammerström, die mit ihrer Boutique "Jades" seit fast 20 Jahren den Luxuslook der Stadt prägt mit Traditionsmarken wie Balmain, Valentino, Dior oder neuen Trendlabels wie Off-White. In dieser Zeit seien die Düsseldorfer "wesentlich mutiger geworden" bei der Auswahl von Farben, Mustern, Materialien - nicht aber beim Markenmix. Im Zweifel tragen sie lieber einen Designer von Kopf bis Fuß, als ein Stylingrisiko einzugehen.

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Extraportion "fette Marke": Streetstyles aus Düsseldorf

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Eine Extraportion "fette Marke" schadet hier nicht, bestätigt auch Alex Iwan, Chefin einer PR-Agentur: "Steht man in der Schlange am Skilift in Lech, erkennt man die Düsseldorfer sofort." Doch die Stadt von Künstlern wie Kraftwerk, Joseph Beuys und Thomas Ruff hat mehr zu bieten als Damen in Laufsteglooks oder junge Männer in strassbesetzter Philipp-Plein-Montur.

Die erstklassige Kunst und Kreativszene hier spielt gern mit den Codes der Cool Kids: perfekt sitzendes Shirt, schlichte Sneaker und Designerbrille. Natürlich viel Schwarz und Weiß. Und irgendwie schaffen es die Düsseldorfer, selbst Sportswear schicker aussehen zu lassen als der Rest des Landes. So akkurat. Böse Zungen würden sagen "geleckt". "Mehr individuelle Styles könnten nicht schaden. Düsseldorf lebt schließlich von seinen unterschiedlichen Facetten", sagt Influencer Timo Beck, der als "Mr. Düsseldorf" über die besten Adressen der Stadt schreibt.

Nirgendwo zeigen sich die Kontraste der Stadt deutlicher als auf dem Markt am Carlsplatz. Omas in pastellfarbenen Chanel-Kostümen und Werber mit streng limitierten Nike-Turnschuhen und Gürteltaschen kaufen hier handgemachte Bio-Saucen oder trinken ein Glas Alt im Stehen. Am besten setzt man sich in eines der umliegenden Cafés wie das Cøffe, um das bunte Treiben zu beobachten. Und aus Spaß mal die Perlenketten zu zählen.

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