Kulturkampf um Arbeitszeit »Der Wohlstand des Jahres 1930 wäre mit einer 15‑Stunden‑Woche erreichbar« Sozial ist, was Arbeit schafft? Das gelte nicht mehr, sagt der Soziologe Florian Butollo. Er fordert einen höheren Mindestlohn. Nicht obwohl, sondern weil so Jobs vernichtet würden. Das knappe Gut Arbeit müsse umverteilt werden. Ein SPIEGEL-Gespräch von Tobias Becker Zur Merkliste hinzufügen
Allianz von Wirtschaft und Kapital Erfüllt Trump, was Marx prophezeite? »Staatsmonopolistischer Kapitalismus«: Selten passte der kommunistische Kampfbegriff so gut wie auf das Amerika von heute. US-Präsident Donald Trump lässt die Interessen von Regierung und Konzernen verschmelzen. Von Tim Bartz Zur Merkliste hinzufügen
meinung •Zolloffensive der Amerikaner Warum Handel gut ist und der US-Präsident falschliegt Ein Essay von Christian Reiermann Mit seiner Zollorgie verwirft Donald Trump eine der ältesten Erkenntnisse der Ökonomie. Was das für sein Land bedeutet, kann er bei David Ricardo nachlesen, einem Wirtschaftsweisen des 18. Jahrhunderts.
meinung •Klimawandel und Digitalisierung Der faule Zauber der neuen Industriepolitik Eine Kolumne von Michael Sauga Viele westliche Regierungen wollen mit staatlichen Großprojekten nach dem Vorbild der Mondmission die Zukunft gestalten. Das wird so nichts.
Gesellschaftskritik "Lauter kleine Narzissten, auf Wettbewerb getrimmt" Wer sich früher im Job anpasste und anstrengte, stieg auf. Heute sind wir freier in unseren Entscheidungen - aber die Sicherheit ist weg. Ökonom Oliver Nachtwey warnt vor gefährlichen Konsequenzen. Von Eva Thöne Zur Merkliste hinzufügen
Reue nach Keynes-Kritik "Ein dummer Angriff auf Kinderlose und Homosexuelle" Niall Ferguson macht einen Rückzieher: Der britische Historiker hatte dem Ökonomen John Maynard Keynes vorgeworfen, nicht langfristig gedacht zu haben, weil er schwul war und keine Kinder hatte. Die Empörung war groß. Im Interview entschuldigt er sich und spricht über sein neues Buch. Zur Merkliste hinzufügen
Schwulen-Bemerkung über Keynes Beleidigung einer Ikone Ein taktloser Spruch über einen längst Verstorbenen bringt Harvard-Professor Niall Ferguson in Bedrängnis: Der Historiker hatte behauptet, der Ökonom John Maynard Keynes habe sich nicht um die Zukunft gekümmert - weil er schwul gewesen sei und keine Kinder gehabt habe. Zur Merkliste hinzufügen
Schuldenkrise Was Samaras von Keynes lernen kann Riesenschulden, tiefe Rezession und eine Regierung, die partout nicht sparen will. Die Rede ist nicht von Griechenland 2012, sondern von Großbritannien 1945. Damals rettete John Maynard Keynes sein Land vor der Staatspleite - und liefert einen Hinweis, wie es mit der Euro-Krise weitergehen könnte. Von Christian Rickens Zur Merkliste hinzufügen
Kriselnde US-Konjunktur Amerikas Tunnel ins Nirgendwo Milliarden hat Präsident Obama in die Wirtschaft gepumpt, doch die USA kommen nicht aus der Krise. Ökonomen fordern ein neues Konjunkturpaket, die Republikaner halten vor den anstehenden Wahlen dagegen. Ein Ausweg ist nicht in Sicht - und ein gigantisches Bauprojekt in New York zeigt, warum. Von Marc Pitzke Zur Merkliste hinzufügen
Marsch in die Billionen-Miese Schuldenjunkie Deutschland Die Bundesrepublik dürfte bald zwei Billionen Euro Miese haben - trotz aller Sparpakete. Wie aber konnte es zu dem Desaster kommen? SPIEGEL ONLINE erklärt, warum der Schuldenberg entstand und wie Politiker verzweifelt versuchen, sein Wachstum zu bremsen. Von Sven Böll Zur Merkliste hinzufügen
Große Depression Retten kann uns nur noch die Steuerpolitik Das Geld wird gehortet, die Industrie produziert für die Halde: Amerikas Wirtschaft steckt in der Falle, die Geldpolitik ist am Ende ihrer Möglichkeiten. Damit Deutschland diesem Schicksal entgeht, fordert Thomas Straubhaar, muss die Fiskalpolitik handeln - schnell, stark, sozialverträglich. Zur Merkliste hinzufügen