Uni-Chaos 2011: Kommilitonen angetreten - Studium an der Waffe - DER SPIEGEL
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Uni-Chaos 2011 Kommilitonen angetreten - Studium an der Waffe

Grundausbildung der Bundeswehr: Vor dem Hörsaal in den Matsch
Grundausbildung der Bundeswehr: Vor dem Hörsaal in den Matsch

Grundausbildung der Bundeswehr: Vor dem Hörsaal in den Matsch

Foto: Peter Steffen/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wer bereit ist, sein Vaterland (auch am Hindukusch) zu verteidigen und den Dienst an der Waffe mit seinem Gewissen vereinbaren kann, hat auch die Möglichkeit, an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München zu studieren. Volle Hörsäle gibt es dort nicht, Betreuung und Ausstattung sind gut - und ein NC besteht formal auch nicht.

Während die Militär-Uni in München eher technisch orientiert ist und Fächer wie Informatik und Luft- und Raumfahrttechnik sowie Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften anbietet, können Soldaten an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg auch BWL, VWL, Politik, Bildungs- und Erziehungswissenschaften oder Geschichte studieren.

Allerdings müssen Bewerber sich für 13 Jahre zum Dienst bei der Bundeswehr verpflichten und den Eignungstest für den Offiziersberuf bestehen. Außerdem steht zwischen Abiturient und Studium noch die mindestens zwölfmonatige Grundausbildung. Während des Studiums erhält der Soldat dafür Sold.

Durch die Aussetzung der Wehrpflicht und die Nachwuchssorgen der Bundeswehr dürften die Chancen und Bedingungen für ein Studium an einer Bundeswehruniversität künftig sogar noch besser werden.

Wege aus dem Uni-Chaos