Symbolsuche: Denkmal, Börse, Guggenheim - DER SPIEGEL
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Symbolsuche Denkmal, Börse, Guggenheim

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Die meisten Menschen, die sich zu Wort gemeldet haben, befürworten eine Mischung aus Erinnerung und Pragmatismus. Natürlich werde das wertvolle Grundstück wieder bebaut, so der Tenor - etwas anderes zu glauben sei naiv. Nackte Bürotürme halten die meisten jedoch für geschmacklos. Ein Denkmal sei notwendig. Zum Beispiel könne man einen Teil der Ruinen stehen lassen, meint der Direktor des Metropolitan Museum of Art.

Auch New Yorks Bürgermeister Rudolph Giuliani hat sich dagegen ausgesprochen, exakte Kopien der zerstörten Türme zu errichten. Stattdessen müsse ein "großes" und "inspirierendes" Denkmal gebaut werden. Drumherum sollten Flächen für Büros, Wohnungen und Geschäfte entstehen. Giuliani erwartet, dass man so etwa die Hälfte der verlorenen 1,4 Millionen Quadratmeter Bürofläche ersetzen könne. Der Rest müsse irgendwo anders in der Stadt gebaut werden, sagte er in einer Radio-Show.

Die "New York Times" merkt an, der Angriff sei eine Chance, den Ort nach neuen Bedürfnissen umzugestalten. Unter anderem könnte ein Bahnhof für die Long Island Railroad entstehen.

Der ehemalige Präsident der Stadtplanungskommission des Bundesstaates New York, Robert Kahan, hat vorgeschlagen, dass die New York Stock Exchange von der Wall Street an den "Ground Zero" zieht. Um dem Platz auch eine kulturelle Dimension zu geben, solle das am East River geplante Guggenheim-Museum miteinbezogen werden. Das, so argumentierte Kahan gegenüber der "New York Times", würde der breiteren Bedeutung des Ortes gerecht. Beim Guggenheim-Museum heißt es dazu nur, man sei offen für Vorschläge.