2. Übernahmeversuch Lufthansa greift erneut nach Swiss
Düsseldorf - Wie das "Handelsblatt" aus Konzernkreisen der Lufthansa erfuhr, sind sich der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Mayrhuber und Swiss-Chef Christoph Franz bereits in großen Teilen einig. Die Anteilseigner der Swiss bestätigten ebenfalls, dass die Verhandlungen in der Schweiz eine erneute Annäherung gebracht hätten.
Da Fusionen in der national geprägten Luftfahrt wegen der komplizierten Streckenrechte als schwierig gelten, erwarten Branchenexperten eine Übernahme allerdings frühestens im Herbst 2005. Swiss wollte sich zu den Verhandlungen zunächst nicht offiziell äußern. Auch Lufthansa nahm zu Details der Verhandlungen keine Stellung und erklärte, es gebe keinen neuen Sachstand.
Konzernchef Mayrhuber soll Lufthansa-Kreisen zufolge in einer informellen Vereinbarung bereits den Fortbestand der Marke Swiss zugesichert haben. Voraussetzung sei aber, dass die Airline weitere Einsparungen vornehme und im Zuge der Zusammenführung die Kontrolle des Swiss-Streckennetzes an Frankfurt abtrete. Swiss müsse noch einige Hürden aus dem Weg räumen, hieß es. Die Swiss-Piloten beispielsweise sperren sich gegen einen weiteren Personalabbau und wollen am 7. April über einen möglichen Streik beraten.