35-Stunden-Woche Metaller streiken wieder
Eisenach - Rund 350 Mitarbeiter legten im Opel-Werk Eisenach zu Beginn der Nachtschicht am Sonntagabend für eine Stunde ihre Arbeit nieder. Der Warnstreik ist der Auftakt für eine Welle von Protestaktionen, mit denen die IG Metall eine Verkürzung der Arbeitszeit in ostdeutschen Betrieben erreichen will. Die Gewerkschaft plant, die Aktionen im Laufe der Woche auf alle neuen Bundesländer auszuweiten.
Die IG Metall fordert für die 310.000 Metaller in den neuen Ländern schrittweise eine Arbeitszeitverkürzung um drei Stunden die Woche, um eine Angleichung an Westdeutschland zu erreichen. Die Arbeitgeber lehnen eine Arbeitszeitverkürzung als illusorisch ab. Viele Metall-Betriebe im Osten könnten eine 35-Stunden-Woche nicht verkraften. Die IG Metall wirft den Arbeitgebern indes Unaufrichtigkeit vor, da bereits mit der Lohnrunde im Mai 2002 klar gewesen sei, dass über einen Stufenplan zur Arbeitszeitverkürzung verhandelt werde. Das hätten die Arbeitgeber auch unterschrieben und nun täten sie so, als ob dies nicht möglich sei.