"5000 mal 5000" bei VW: Arbeitsämter zahlen drauf - DER SPIEGEL
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"5000 mal 5000" bei VW Arbeitsämter zahlen drauf

Bei der Umsetzung des Tarifmodells "5000 mal 5000" kann Volkswagen mit Finanzhilfen des Bundes in zweistelliger Millionenhöhe rechnen. Ein Wirtschaftweiser bezweifelt allerdings die Signalwirkung des Projekts.
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Hamburg - "Wir rechnen damit, dass für Arbeitslose, die eingestellt werden, Zuschüsse von den Arbeitsämtern beantragt werden", sagte Ute Nicolaysen, Sprecherin des niedersächsischen Landesarbeitsamtes, der "Financial Times Deutschland" vom Mittwoch. Grundsätzlich habe VW die Möglichkeit, bei den Arbeitsämtern Lohnzuschüsse und Beschäftigungshilfen zu beantragen.

Nach einem Verhandlungsmarathon hatten sich die IG Metall und VW in der Nacht zu Dienstag auf das Tarifmodell "5000 mal 5000" zur Schaffung von Arbeitsplätzen geeinigt. Demnach sollen bei VW in Wolfsburg vom Frühjahr 2002 an zunächst 3500 Arbeitslose eingestellt werden; sie erhalten jeweils ein Monatsentgelt von 5000 Mark (2556 Euro) und Bonuszahlungen.

Die Signalwirkung des VW-Tarifabschlusses darf nach Ansicht des Wirtschaftsweisen Jürgen Kromphardt nicht überschätzt werden. Dem Wirtschaftsmagazin "Focus- Money" sagte das Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: "Das Konzept lässt sich nicht einfach auf andere Branchen übertragen." Speziell für VW und seine Wettbewerber in der Autoindustrie sei es außerordentlich wichtig, in Deutschland mit dem Etikett "Made in Germany" zu produzieren. Außerdem zahlten nur wenige Unternehmen Löhne, die so deutlich über dem Flächentarifniveau lägen, wie dies bei VW der Fall sei, sagte Kromphardt.