"5000 mal 5000" IG Metall droht VW
Hannover - In der fünften Gesprächsrunde legte VW zum ersten Mal einen konkreten Vorschlag für die Regelung vor, mit der 5000 neue Arbeitsplätze mit einem Bruttoentgelt von 5000 Mark geschaffen werden sollen. Dabei gehe es vor allem um einen Kompromiss bei den Arbeitszeiten, dem strittigsten Punkt, hieß es am Rande der Verhandlungen in Hannover. Beide Seiten hatten sich zuvor nicht äußern wollen, ob bei den Gesprächen am Montag ein Durchbruch erzielt werden kann.
Vor den Gesprächen hatte IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine die Gegenseite zu einem besseren Angebot aufgefordert. "Volkswagen muss sich bewegen, und es muss ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch", sagte er. Die Zeit der "vagen Andeutungen" sei vorbei. Ziel sei es, "akzeptable Regelungen zu finden, um 3500 Arbeitslose in Wolfsburg einstellen zu können". Wenn sich Volkswagen an bestimmten Punkten nicht gesprächsbereit zeige, "müssen wir irgendwann sagen, dass es nicht geht".
Die zunächst 3500 einzustellenden Mitarbeiter am Standort Wolfsburg sollen einen neuen Minivan auf der Basis des Golf produzieren. 1500 neue Kräfte sollen später in Hannover eingestellt werden. Allerdings steht nach Angaben der Gewerkschaft noch nicht fest, für welches Modell diese zusätzlichen Arbeiter gebraucht würden.
Die Arbeitszeit der neuen Mitarbeiter soll hochflexibel sein und sich nach der Nachfrage richten. Bei hohen Verkaufszahlen würde nach VW-Vorstellungen bis zu 48 Stunden pro Woche gearbeitet, bei niedrigerem Absatz entsprechend weniger. Vor allem an der maximalen Arbeitszeit von 48 Stunden stört sich die IG Metall. Sie strebt eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit zwischen den 28,8 Stunden bei VW und der 35-Stunden-Woche an.