"5000 mal 5000": VW und Betriebsrat reden weiter - DER SPIEGEL
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"5000 mal 5000" VW und Betriebsrat reden weiter

Trotz der gescheiterten Gespräche zwischen Unternehmensspitze und IG Metall verhandeln VW und der Konzernbetriebsrat weiterhin über das Tarifmodell "5000 mal 5000". Eine gemeinsame Arbeitsgruppe soll neue Vorschläge zur Bezahlung machen.
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Wolfsburg - "Volkswagen hält an der Beschäftigungsinitiative fest", sagte VW-Personalvorstand Peter Hartz am Freitag in Wolfsburg. "Wir streben dabei eine Lösung an, die nach einem Abschluss des Pilotversuches in das Modell '5000 mal 5000' mündet", sagte Hartz. 5000 neue Beschäftigte sollen für ein Monatsentgelt von 5000 Mark einen Arbeitsplatz erhalten.

Zunächst soll die Qualifizierung der neuen Mitarbeiter über die VW Coaching Gesellschaft im Rahmen bestehender Tarifverträge organisiert werden. Dieser Schritt soll beiden Seiten zunächst Luft verschaffen, um für das Aushandeln der strittigen Punkte des Tarifmodells Zeit zu gewinnen. Im Oktober 2002 soll die Produktion des Minivans anlaufen. Schon in den nächsten Wochen solle der Auswahlprozess der Bewerber beginnen, sagte Hartz. Mitte nächsten Jahres sollen die ersten Interessenten eingestellt werden.

Gemeinsam mit dem Betriebsrat sei eine Arbeitsgruppe gebildet worden, die bis Ende August Vorschläge erarbeiten solle, sagte Konzernbetriebsrat Klaus Volkert. Die Arbeitsgruppe soll die Bezahlung der Einzustellenden festlegen. Dafür werde man sich im Qualifizierungsprozess an den bestehenden Verträgen orientieren. "Egal was wir tun", bei VW werde nicht gegen bestehende Tarifverträge verstoßen.

Mit einem Brief an die Tarifpartner hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) in die Verhandlungen um 5000 neue Arbeitsplätze eingeschaltet. Nach Angaben der Staatskanzlei hat Gabriel die Beteiligten darin zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. "Ich bin sicher, dass dies gelingen kann", schrieb Gabriel an den Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen, Ferdinand Piëch, und den Vorsitzenden der IG Metall, Klaus Zwickel.

Mit dem Projekt sollen bis zu 5000 neue Arbeitsplätze in Wolfsburg und Hannover geschaffen werden. VW geht nach Worten von Hartz von bis zu 40.000 Bewerbern für die neuen Arbeitsplätze aus, für die vornehmlich Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen eingestellt werden sollen.