6,1-Milliarden-Deal: Schneider Electric kauft US-Ausrüster - DER SPIEGEL
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6,1-Milliarden-Deal Schneider Electric kauft US-Ausrüster

Der Elektronikartikel-Hersteller Schneider geht auf Shoppingtour in Übersee: Er kauft den US-Ausrüster American Power Conversion für über sechs Milliarden Dollar. So wollen die Franzosen zum Branchenriesen werden.
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Paris - Beide Unternehmen hätten sich auf eine Fusion geeinigt, hieß es heute in Paris. Schneider Electric   werde 31 Dollar in bar für jede Aktie des Ausrüsters American Power Conversion   (APC) bezahlen, teilten die Unternehmen mit. Damit lassen sich die Franzosen den Zukauf des Herstellers von Computergehäusen, Kühlsystemen und Infrastruktur für Netzwerke insgesamt bis zu 6,1 Milliarden Dollar kosten.

Der Erwerb der in West Kingston im US-Bundesstaat Rhode Island ansässigen APC bedeute eine starke Wertschaffung von mehr als 3 Milliarden Dollar, schreibt Schneider in einer Mitteilung. Das US-Unternehmen soll mit der Tochter MGE UPS Systems zusammengelegt werden. Die Kostensynergien werden auf 220 Millionen Dollar geschätzt, davon würden 70 Prozent 2009 erreicht.

Schneider will den Zukauf mit Bar- und Fremdmitteln finanzieren und plant zudem eine Kapitalerhöhung um rund 1,2 Milliarden Euro. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2007 abgeschlossen werden. APC-Chef Rob Johnson sagte, als Teil von Schneider Electric böten sich größere Wachstumsmöglichkeiten, zusammen hätten beide Unternehmen eine stärkere Position im Wettbewerb.

APC setzte den Angaben zufolge 2005 rund zwei Milliarden Dollar um und beschäftigt etwa 7600 Mitarbeiter. 52 Prozent des Umsatzes werden in den USA generiert, 30 Prozent in Europa und 18 Prozent in Asien. Ein Händler stufte den Erwerb von APC durch Schneider als "gut vorbereitet" ein. Nachdem sich angestrebte Übernahmen zuletzt deutlich in die Länge gezogen hätten, habe der APC-Board der Offerte bereits zugestimmt. Ein Aufschlag in Höhe von 30 Prozent auf den jüngsten APC-Kurs in bar höre sich allerdings "recht aggressiv" an. Nun müsse auf die Einschätzungen der Analysten gewartet werden.

ase/dpa-AFX/Dow Jones