92 Cent: Zum Euro gibt es keine Alternative - DER SPIEGEL
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92 Cent Zum Euro gibt es keine Alternative

Die Gemeinschaftswährung setzt ihren Durchmarsch fort. Die Schwäche von Dollar und Yen macht sie für die Anleger attraktiv.
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Frankfurt am Main - Der Euro hat am Freitag auch die nächste Hürde auf dem Weg zur Dollar-Parität genommen: Am Nachmittag notierte er über der 92-Cent-Marke bei 0,9246 US-Dollar. Zuvor hatte er bereits ein Tageshoch von 0,9262 Dollar erreicht. Zum Yen war die Gemeinschaftswährung im frühen Handel sogar auf ein Neun-Monats-Hoch von 103,55 Yen gestiegen.

Ursache für den Anstieg bleibt die Unsicherheit der Anleger über die Wirtschaftsentwicklung in den USA und Japan. Für Anleger gebe es derzeit keine wirkliche Alternative zum Euro, sagten Händler. "Wenn man sich andere Währungen anschaut, kann man sich weder für den Dollar noch den Yen begeistern. Wenn man also von diesen zwei Währungen absieht, bleibt nur noch der Euro übrig", sagte ein Händler.

Auf eine deutliche Konjunkturabschwächung in den USA hatten am Donnerstag die endgültigen Daten zum Wirtschaftswachstum im dritten Quartal hingewiesen. Das Wachstum ist mit 2,2 Prozent noch langsamer als bislang angenommen.

Auch die Aktien-Entwicklungen in den USA und Japan hätten dem Euro geholfen, hieß es. Der Nikkei-Index schloss zwar am Freitag leicht im Plus, hatte aber im Tagesverlauf zwischenzeitlich deutliche Kursverluste erlitten. Trotz der leichten Kursgewinne an der Wall Street vom Donnerstag glaubten die Märkte noch nicht an eine nachhaltige Erholung der US-Aktienkurse.

Optimistischer sähen die Marktteilnehmer dagegen die Konjunkturaussichten in Europa, sagten Händler. "Die Leute richten ihre Käufe nach der Erwartung, dass die Wachstumsabschwächung in Europa relativ bescheiden ausfallen wird", sagte Jeremy Stretch von RBC Dominion Securities in London.

Diese Ansicht habe die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mit ihrem Monatsbericht unterstützt. Darin teilte die Notenbank mit, die Konjunktur in der Euro-Zone deute auf kurzfristige Abschwächungen hin, das Wachstum werde aber insgesamt kräftig bleiben.