KirchMedia Kogel will weitermachen wie bisher
Cannes - "Es geht darum, die ideale Wertschöpfungskette von Produktion über TV-Ausstrahlung und internationalem Vertrieb zu erhalten", sagte Kogel am Mittwoch in Cannes. Die KirchMedia, die das Kerngeschäft der KirchGruppe betreibt, steckt mitten im Insolvenzverfahren.
An Spekulationen über die neuen Gesellschafter, die die derzeit von Banken gehaltenen Anteile übernehmen sollen, wollte sich der Manager, der zuvor Geschäftsführer von Sat.1 war, nicht beteiligen. "Sie sollten etwas vom Geschäft verstehen", sagte Kogel. In der Branche gelten die internationalen Medienhändler Rupert Murdoch und Silvio Berlusconi als mögliche Kandidaten, aber auch die Beteiligung von Verlagshäusern wird nicht ausgeschlossen. KirchMedia hält unter anderem die Mehrheit (52,52 Prozent) an der ProSiebenSat.1 Media AG.
Die Weiterführung von geplanten Projekten sei gesichert. Dazu gehörten auch TV-Produktionen wie "Dr. Schiwago" und "Das Imperium", eine Reihe über das römische Reich, die von der Firma EOS hergestellt wird, welche dem ehemaligen Kirch-Geschäftsführer Jan Mojto gehört. Zufrieden zeigte sich Kogel mit der Entwicklung von KirchMedia Entertainment, die mit Produktionen wie "Richter Alexander Hold" oder "Quizfire" im ersten Jahr (2001) einen Umsatz von 20 Millionen Euro und ein Ergebnis von einer Million Euro erzielte. Über seine persönliche Zukunft sagte Kogel: "Ich plane nicht über zwei, drei Monate hinaus."