Hauptversammlung Aktionäre billigen Optionsprogramm für Manager
Mannheim - Plattner warb in seiner Eingangsrede eindringlich für das neue Aktienoptionsprogramm "STAR". Das Kapital von SAP sei nicht die Hardware, sondern die Mitarbeiter. Der Konzern könne derzeit mit so genannten Start-Up-Firmen, die an ihre Mitarbeiter bis zu 40 Prozent des Aktienkapitals an Optionen ausgäben, nicht konkurrieren, sagte Plattner. Auf der anderen Seite stehe man im Wettbewerb mit Branchenriesen wie Microsoft, Oracle oder Hewlett-Packard. "Wenn wir nichts tun, werden wir weiter verlieren im Wettbewerb mit den USA. Auf Dauer können wir kein Selbstbedienungsladen für Konkurrenten sein."
Die Aktionäre folgten seiner Argumentation: Der Aktienoptionsplan für 1100 Manager wurde mit 99,98 Prozent des anwesenden Stammaktienkapitals verabschiedet. Das ebenfalls zur Abstimmung vorliegende Aktienrückkaufprogramm wurde mit 99,99 Prozent gebilligt. Insgesamt waren 59,4 Prozent des Aktienkapitals anwesend.
Am Aktienmarkt zogen die SAP-Papiere am Vormittag kräftig an. "Da haben wohl einige gelesen, dass SAP sein Aktienoptionsprogramm durch den Rückkauf eigener Vorzüge finanzieren will, und schnell zugeschlagen", sagte ein Händler.