DaimlerChrysler: Zweite Autofabrik in Alabama? - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Zweite Autofabrik in Alabama?

Expansionspläne bei der DaimlerChrysler AG: Der Konzern will im US-Bundesstaat Alabama angeblich für mindestens 400 Millionen Dollar eine zweite Autofabrik errichten.
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Birmingham - In Vance würden dann jährlich 80.000 oder mehr Autos gebaut, berichtet die Zeitung "Birmingham News". Das neue Werk soll 1750 Beschäftigte haben. Welches Modell in der neuen Fabrik produziert werden soll, ist nicht bekannt.

DaimlerChrysler will am Montag "eine wichtige Ankündigung" in Alabama machen. Das hatte das Unternehmen am Freitag mitgeteilt. Nach Angaben der Gesellschaft sollen Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert, Produktionschef Helmut Petri und Don Siegelman, der Governeur von Alabama, anwesend sein. Eine Firmensprecherin in Vance lehnte eine Stellungnahme zu der geplanten Ankündigung ab.

Es gab in Alabama auch Gerüchte, die von einer Motorenfabrik und von einem Karosseriewerk in Vance sprachen. Das Werk in Vance war 1993 als erste Mercedes-Benz-Fabrik in den USA in Angriff genommen worden. Inzwischen werden in dem Werk jährlich 80.000 M-Klasse-Geländewagen gebaut. Es hat 1900 Mitarbeiter. Die Fabrik steht auf einem riesigen Werksgelände in der Nähe der kleinen Stadt Tuscaloosa. Das Werksgelände in Vance bietet ausreichend Platz für eine weitere Fabrik. Die existierende Mercedes- Geländewagenfabrik hat eine Fläche von rund 120.000 Quadratmetern.

Die M-Klasse-Geländewagen haben sich in den USA zu Mercedes- Bestsellern entwickelt. In Vance sind seit Jahresbeginn knapp 53.000 Geländewagen vom Band gelaufen. Die importierten Mercedes-Pkw und die M-Klasse-Fahrzeuge werden über ein separates Mercedes-Händlernetz in den USA vertrieben. Die Mercedes-Händler arbeiten strikt getrennt von den amerikanischen Chrysler-, Dodge- und Jeep-Händlern des DaimlerChrysler-Konzerns.

In das Werk in Vance sind 380 Millionen Dollar investiert worden. Die Landesregierung hatte ihrerseits zusätzliche Gesamthilfen von 253 Millionen Dollar gewährt, um Daimler-Benz als ersten Autokonzern nach Alabama zu locken.

Alabama entwickelt sich dank relativ niedriger Löhne, gut ausgebildeter Arbeitskräfte sowie großzügiger Investitions- und Steuerhilfen der Landesregierung zu einem neuen Zentrum der Autoindustrie im tiefen Süden der USA.