A380: Airbus bekommt Lieferproblem in den Griff - DER SPIEGEL
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A380 Airbus bekommt Lieferproblem in den Griff

Dank zusätzlicher Techniker bekommt Airbus die Probleme beim A380 unter Kontrolle. Weitere Verzögerungen bei der Auslieferung wird es nicht geben. Dennoch ist der Flugzeugbauer weiter sechs Monate hinter seinem Zeitplan zurück.
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München/Hamburg - "Wir haben die Sache in Griff", sagte eine Airbus-Sprecherin gegenüber SPIEGEL ONLINE. Nach der Einstellung von zusätzlichen Technikern ergeben sich demnach keine weiteren Verzögerungen. Die Sprecherin betonte jedoch, dass der Zeitrückstand von sechs Monaten nicht eingeholt werden könne.

Die Verzögerungen ergaben sich aus veränderten Anforderungen an die Innenausstattung der Flugzeuge für 555 Passagiere. Singapore Airlines werde nun wie angekündigt Ende 2006 die erste Maschine erhalten, hieß es weiter. Das ist ein halbes Jahr später als ursprünglich vorgesehen. Nach früheren Angaben rechnet Airbus wegen der Verzögerungen für 2006/2007 mit deutlich weniger als 100 Millionen Euro Regresszahlungen.

Die notwendigen Änderungen hätten die Kosten des Flugzeugs nicht erhöht, hieß es bei Airbus. Wegen Nachbesserungen beim Gewicht und bei der Effizienz waren die Entwicklungskosten mit zwölf Milliarden Euro bereits um 1,45 Milliarden Euro höher ausgefallen als zunächst geplant. Schadensersatzzahlungen, auf die die Fluggesellschaften wegen einer verspäteten Auslieferung einen Anspruch haben, sind in dieser Summe nicht enthalten.

Seit seinem Erstflug im April hat der A380 mehr als 300 Flugstunden hinter sich. Im Rahmen der Testflüge, die für die Zulassung des Flugzeugs notwendig sind, sei der A380 auch bereits nahe der Schallgrenze geflogen, sagte der für das A380-Programm zuständige Charles Champion.

Derzeit verlässt Champion zufolge alle vier Wochen ein A380 die Montagehalle. Dies soll auf vier Maschinen im Monat erhöht werden. Eine Entscheidung über eine Produktionsausweitung sei aber noch nicht gefallen.