A380-Flieger: Weitere Verzögerungen drohen - DER SPIEGEL
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A380-Flieger Weitere Verzögerungen drohen

Die Auslieferung des neuen Großraumfliegers A380 von Airbus wird sich einem Zeitungsbericht zufolge weiter verzögern. Einer der ersten Kunden, Singapore Airlines, geht aber davon aus, das Flugzeug bis Ende des Jahres zu erhalten.
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London - Beim A380 könnte es zu weiteren Verzögerungen kommen die über die angekündigte Zeitspanne hinausgeht, schreibt das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Aussagen eines Boardmitgliedes von Airbus. Gestern hatte Mike Turner, Vorstandschef bei BAE Systems, weitere Verzögerung bei dem neuen Großraumflugzeug als nicht unwahrscheinlich bezeichnet. BAE ist Anteilseigner von Airbus.

"Ich wäre überrascht, wenn es nicht zu weiteren Verzögerungen kommen würde", sagte Turner auf einer Pressekonferenz in London. BAE hält derzeit 20 Prozent an Airbus, will den Anteil aber verkaufen. Der neue Airbus-Chef Christian Streiff lasse derzeit eine interne Prüfung über das Unternehmensprogramm und die Produktionssysteme durchführen, die Ergebnisse des Audits sollen Ende des Monats präsentiert werden, schreibt das "WSJ" weiter.

Ein Sprecher von Airbus wollte in der Sache keine Stellungnahme abgeben und sagte lediglich, Streiff werde planmäßig seine Beurteilung Ende September vorlegen.

Airbus war im Juni in die Krise geraten, als der Konzern Probleme und die Verzögerungen bei der Entwicklung des A380 eingeräumt hatte. Probleme bei der Verkabelung des Flugzeugs verzögern die Auslieferung nach bisherigen Airbus-Angaben um sechs bis sieben Monate.

Die Singapore Airlines ist über eine weitere Verzögerung bei dem neuen Großraumflugzeug bislang nicht informiert worden. Stephen Forshaw, Sprecher bei Singapore Airlines, sagte, sein Unternehmen sei über keine weitere verspätete Auslieferung unterrichtet worden. Singapore Airlines geht davon aus, das Flugzeug bis Ende des Jahres geliefert zu bekommen.

Sollte es aber zu einer weiteren Verspätung kommen, dann wäre das "frustrierend", sagte der Sprecher weiter. Singapore Airlines sei aber auch nicht bereit, ein "minderwertiges" Flugzeug anzunehmen. "Wir haben vermutlich keine große Wahl, wenn es eine weitere Verzögerung gibt", fügte er hinzu.

tim/Dow Jones