Abkommen: Holzmänner legen "Sanierungsstunden" ein - DER SPIEGEL
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Abkommen Holzmänner legen "Sanierungsstunden" ein

Lange Zeit war der Beitrag der Holzmann-Belegschaft zur Sanierung des Konzerns umstritten. Nach fünf Verhandlungsrunden haben sich der Betriebsrat und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) auf einen Kompromiss geeinigt.
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Frankfurt am Main - Der Tarifvertrag sieht vor, dass die Beschäftigten vom 1. Februar an für 18 Monate pro Woche fünf Überstunden einlegen, dafür aber zunächst nicht bezahlt werden. Stattdessen werden diese "Sanierungsstunden" auf einem speziellen Arbeitszeitkonto verbucht. Sie können frühestens ab Mitte 2002 an die Beschäftigten zurückerstattet werden, sofern Holzmann wieder Gewinne erzielt.

Nach Informationen der Deutschen Presseagentur räumt der Tarifvertrag Holzmann einen sehr langen Zeitraum bis Ende 2007 ein, um die angesammelte Mehrarbeit abzugelten. Der Ausgleich des Sanierungs-Arbeitszeitkontos soll dabei grundsätzlich in Freizeit erfolgen, wobei in der Regel ein Überstundenzuschlag von 25 Prozent fällig wird. "Nur wenn dies nicht möglich sein sollte, erfolgt eine Auszahlung." Als weitere Konsequenz aus dem Sanierungstarifvertrag werden die Branchenvereinbarungen über flexible Arbeitszeiten bei Holzmann zum 31. Januar ausgesetzt.

Zunächst war davon ausgegangen worden, dass die Arbeitnehmer 225 Millionen Mark und die leitenden Angestellten weitere 20 Millionen Mark beitragen. Nunmehr werde sich der Obolus der Belegschaft jedoch nur noch auf rund 160 bis 180 Millionen Mark belaufen, sagte eine Holzmann-Sprecherin. Die genaue Summe stehe noch nicht fest.

In Kreisen der beteiligten Gläubigerbanken wollte am Freitag zunächst niemand den voraussichtlich geringeren Beitrag kommentieren.