Absatzkrise Einstellungsstopp bei Volkswagen
Hamburg - Wegen der schlechten Marktlage würde ein bundesweiter Einstellungsstopp verhängt, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise.
Der größte Autokonzern in Europa mit derzeit 330.000 Beschäftigten will demnach mittelfristig in erheblichem Umfang Personal abbauen. Durch das Nichtbesetzen frei werdender Stellen soll dem Bericht zufolge ein Arbeitsplatz-Abbau in jährlich vierstelliger Höhe erreicht werden. Außerdem würden Überstunden künftig nicht mehr in der gewohnten Höhe vergütet, so die Zeitung.
Schon am Freitag musste VW für die Nutzfahrzeug-Sparte wegen hoher Investitionen und zurückgehender Nachfrage einen Rekordverlust melden. Man habe das Geschäftsjahr 2003 mit einen operativen Ergebnis von minus 233 Millionen abgeschlossen, sagte der Vorstandschef von Volkswagen Nutzfahrzeuge , Bernd Wiedemann. Ein eingeplanter Ergebnisrückgang wegen dreier Modellwechsel sei durch den Euro-Kurs und die schlechte Wirtschaftslage verstärkt worden, sagte er. Außerdem verwies er darauf, dass im Rahmen der konzernweiten "Profitabilitätsoffensive alle Kostenblöcke und Prozesse auf dem Prüfstand" stünden.
Am Dienstag wird VW-Chef Bernd Pischetsrieder die Konzernbilanz auf einer Pressekonferenz vorstellen. Dabei werden auch weitere Details zu der Sparoffensive erwartet, mit der die Konzernspitze die Kosten nochmals um rund zwei Milliarden Euro drücken will.