Absatzprobleme BMW ändert US-Strategie
München/New York - Lieber weniger Autos verkaufen, als sie ohne Gewinn verschleudern - so trocken fasst BMW-Nordamerika-Chef Jim O'Donnell seine Lehren der jüngsten Zeit zusammen. Es sei falsch, in einen schrumpfenden Markt zu drängen, sagte O'Donnell der US-Fachzeitschrift "Automotive News".
In diesem Jahr wird der Absatz auf dem US-Markt nach Einschätzung von BMW voraussichtlich zurückgehen. O'Donnell arbeitet deshalb fieberhaft an einer neuen Strategie: Er will das Leasing-Geschäft weiter verringern, die Kosten senken und 90 Stellen streichen. Außerdem sollen die Kaufanreize gekürzt werden, die vor allem zum Jahresende üblich waren. Im Januar werde O'Donnell sein Konzept dem Management in Deutschland vorstellen, berichtet die Zeitung.
Der US-Automarkt leidet derzeit massiv unter der Zurückhaltung der Verbraucher wegen der hohen Spritpreise und der Finanzkrise. BMW hatte bis Ende August 2,5 Prozent weniger Autos in den USA verkauft. Ein noch stärkerer Rückgang wurde durch gute Verkaufszahlen beim Mini verhindert.
ase/dpa