Absatzprobleme: Chrysler verlängert die Weihnachtsferien - DER SPIEGEL
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Absatzprobleme Chrysler verlängert die Weihnachtsferien

Der Autohersteller Chrysler will die Produktion in einigen Werken in den USA in der Weihnachtszeit für bis zu vier Wochen einstellen. Einem Bericht zufolge will die US-Tochter von DaimlerChrysler auf diese Weise die riesigen Neuwagen-Bestände verringern.
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New York - Der US-Autobauer Chrysler will laut einem Bericht des "Wall Street Journal" seine Weihnachtsferien verlängern, um die ohnehin schon großen Bestände an Chrysler-Neuwagen nicht noch weiter zu vergrößern. Die Auszeit könnte zumindest in einigen Werken auf bis zu vier Wochen in den Januar hinein ausgedehnt werden, berichtet das Blatt unter Berufung auf informierte Personen. Das Unternehmen lehnte einen Kommentar ab.

Chrysler hatte im Sommer einen Absatzeinbruch erlebt, die Produktion aber fortgesetzt. Vor allem hat das Unternehmen unter einem Einbruch beim Absatz von Nutzfahrzeugen und SUVs gelitten, die etwa 75 Prozent des Umsatzes ausmachen. Als Folge hatte Chrysler in der Spitze rund 100.000 neu gebaute Wagen zuviel.

Im dritten Quartal schrieb Chrysler mehr als eine Milliarde Euro Verlust; der Mutterkonzern DaimlerChrysler   musste die Ergebnisprognose für 2006 kappen. Pläne für die Zukunft von Chrysler will der Konzern erst im kommenden Jahr vorlegen. Das hat Spekulationen über eine Trennung von der US-Tochter ausgelöst.

Im Zuge der neuen Sanierung könnte ein Werk geschlossen werden, schrieb die Zeitung. Der heutige Konzern-Chef Dieter Zetsche hatte bei der ersten Chrysler-Sanierung vor einigen Jahren bereits mehrere Werke geschlossen und mehr als 26.000 Jobs gestrichen.

kaz/dpa/Dow Jones