Abschwung: Finanzexperten erwarten weniger Steuereinnahmen - DER SPIEGEL
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Abschwung Finanzexperten erwarten weniger Steuereinnahmen

Die Finanzkrise macht auch dem Fiskus zu schaffen: Experten rechnen derzeit, mit welchen Einnahmen Bund und Ländern im kommenden Jahr wohl noch rechnen können. Eines jedoch ist bereits sicher: die ursprünglichen Prognosen werden wohl kräftig nach unten korrigiert werden müssen.
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Hildesheim - Es ist ein Krisentreffen: Finanzexperten von Bund, Ländern, Kommunen und Wissenschaft sind am Dienstag in Hildesheim zur Herbstsitzung des Arbeitskreises Steuerschätzung zusammengekommen. Es wird erwartet, dass das Gremium bei seiner Sitzung die Steuerprognose für das kommende Jahr nach unten korrigiert.

In der neuen Steuerschätzung werde sich der wirtschaftliche Abschwung niederschlagen, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises, Ulrich van Essen, vor Beginn der Sitzung. "Die Wachstumsannahmen sind niedriger als bei der letzten Schätzung im Mai", betonte er.

Im Mai hatten die Steuerschätzer noch staatliche Steuereinnahmen von insgesamt 554 Milliarden Euro für 2008 und von 571 Milliarden Euro für 2009 vorhergesagt. Das Ergebnis der neuen Schätzung will das Bundesfinanzministerium am Mittwoch in Berlin bekannt geben. Bei der kleinen Steuerschätzung im Herbst prognostiziert der Arbeitskreis lediglich die Einnahmen von Bund, Ländern und Kommunen für das laufende und das kommende Jahr.

Der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) sagte bei der Begrüßung der Steuerschätzer: "Ich bin gespannt, wie sie die Finanzkrise verarbeiten, und ob sie eine Wirtschaftskrise oder Rezession prognostizieren." Allerdings hoffe er vor allem auf möglichst korrekte Prognoseergebnisse.

cvk/AP