Abwärtsdrall: Euro fällt auf Jahrestief - DER SPIEGEL
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Abwärtsdrall Euro fällt auf Jahrestief

Der Euro ist auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember gerutscht. Schuld sind Gerüchte über eine geplante Zinssenkung.
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Frankfurt am Main - Die Spekulationen drückten den Kurs auf 1,2050 Dollar. Im Verlauf des Vormittages erholte sich der Euro zwar wieder auf über 1,21 Dollar. Damit lag er aber immer noch gut einen halben US-Cent unter dem EZB-Referenzkurs vom Freitag.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird am Donnerstag turnusmäßig über die Zinsen beraten. Eine Reihe von Notenbankern heizten vorher mit Bemerkungen über die nur schleppend verlaufende Konjunkturerholung in der Euro-Zone die Spekulationen an den Finanzmärkten an.

Die Mehrheit der Analysten rechnet jedoch nicht damit, dass die EZB die Zinsen tatsächlich senken wird. Vermutlich werde die Bank in ihrem Begleitkommentar die Märkte jedoch auf eine anstehende Senkung im Mai vorbereiten, hieß es.

Für den Euro würde eine Zinssenkung ein Verlust an Attraktivität bedeuten: Derzeit hat die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar noch einen kräftigen Zinsvorsprung, da in der Euro-Zone die Zinsen mit zwei Prozent doppelt so hoch wie in den USA sind. Zudem verdichten sich die Hinweise, dass die US-Konjunktur nachhaltig angesprungen ist und somit eine Zinserhöhung dort näher rücken könnte.

Mit Spannung erwarten die Märkte daher in dieser Woche eine ganze Reihe von Konjunkturdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft. Im Mittelpunkt steht dabei der Arbeitsmarkt. Sollte der Aufschwung nun auch den Stellenmarkt erreichen, könnte die US-Notenbank die geldpolitischen Zügel bald straffer ziehen, um inflationären Tendenzen vorzubeugen.