Adidas-Salomon Weniger Umsatz, mehr Gewinn
Herzogenaurach- Der Konzerngewinn sei im vergangenen Geschäftsjahr um 14 Prozent auf 260 (Vorjahr: 229) Millionen Euro gestiegen, teilte Adidas-Salomon am Donnerstag in Herzogenaurach mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ergebnisplus von 261 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz lag bedingt durch Wechselkurseffekte mit 6,27 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahr (6,523 Milliarden Euro). Währungsbereinigt seien die Erlöse dagegen um fünf Prozent gestiegen. Adidas macht die Hälfte seines Umsatzes außerhalb Europas, weshalb sich der schwache Dollar auswirkt.
Vorstandschef Herbert Hainer bekräftige seine Prognose, den Gewinn 2004 nochmals um mindestens zehn Prozent zu steigern und beim Umsatz währungsbereinigt um drei bis fünf Prozent zu wachsen. Dazu soll seinen Angaben zufolge vor allem das Geschäft in Nordamerika beitragen, das im vergangenen Geschäftsjahr wegen der harten Konkurrenz mit Nike, Puma und Reebok gelitten hatte.
Eine Unternehmenssprecherin wollte nicht sagen, ob Adidas 2004 in den USA wieder ein Wachstum erwarte. "In die Details gehen wir am 10. März", sagte sie mit Blick auf die Bilanzpressekonferenz.
Adidas-Salomon hatte erst im Dezember die Führungsspitze in den USA ausgewechselt, um dort die Trendwende zu schaffen. Das Unternehmen wollte seine hochpreisigen Sportschuhe in den USA nicht unter 100 Dollar verkaufen, wurde aber von Branchenprimus Nike in eine Preisschlacht verwickelt und muss seine Schuhe nun schon für 60 Dollar anbieten.