AEG Streik im Nürnberger Werk beendet
Nürnberg - Streikleiter Jürgen Wechsler zog bei der Abschlusskundgebung eine positive Bilanz des Streiks. Es sei der Erfolg der Mitarbeiter, dass Electrolux sein ursprüngliches Angebot um mehr als 50 Millionen Euro aufstocken musste. Wechsler wollte jedoch keine Prognose über die Arbeitsmoral der Beschäftigten abgeben: "Es ist uns egal, wie und ob die Produktion wieder anläuft. Wir haben nur über das Ende des Streiks entschieden."
Der schwedische Mutterkonzern Electrolux hatte im Dezember angekündigt, die Nürnberger Hausgeräte-Fertigung bis Ende 2007 zu schließen und die 1700 Arbeitsplätze nach Polen und Italien zu verlagern. Daraufhin war die Belegschaft in einen unbefristeten Streik getreten.
Nach einer Marathonverhandlung in der vergangenen Woche einigten sich Gewerkschaft und Unternehmen auf einen Sozialtarifvertrag. Er sieht 1,8 Bruttomonatsgehälter Abfindung pro Beschäftigungsjahr vor. Zudem sollen die Beschäftigten nach Verlust ihres Arbeitsplatzes für weitere zwölf Monate in einer Beschäftigungsgesellschaft unterkommen.
lan/ddp/AP/AFP