Ämtersammler: Göhner will noch drei Jahre doppelt verdienen - DER SPIEGEL
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Ämtersammler Göhner will noch drei Jahre doppelt verdienen

Weil der CDU-Parlamentarier Reinhard Göhner auch als Arbeitgeber-Hauptgeschäftsführer amtiert, hat er in den letzten Wochen viel Kritik einstecken müssen. Nun versichert er, einen seiner Posten aufgeben zu wollen – aber erst nach der nächsten Bundestagswahl.
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Düsseldorf – Trotz aller Kritik will Göhner seine Doppelfunktion noch bis zum Ende der Legislaturperiode ausüben. Das gehe aus einer persönlichen Erklärung des Politikers hervor, schreibt das "Handelsblatt". Welche seiner Funktionen er dann - voraussichtlich 2009 - aufgeben will, habe Göhner auf Nachfrage aber ausdrücklich offen gelassen.

Laut Bericht betont der CDU-Politiker in seiner Erklärung, dass seine Kandidatur bei der Bundestagswahl 2005 mit der Parteivorsitzenden Angela Merkel abgesprochen gewesen sei. Merkel habe versichert, "dass sie kein Problem darin sieht, meine berufliche Tätigkeit neben dem Abgeordnetenmandat auch in dieser Legislaturperiode fortzusetzen". Merkel hatte sich aber am Wochenende in einem Interview negativ über die Doppelfunktion Göhners geäußert.

Göhner schreibt laut "Handelsblatt", er sei schon vergangenes Jahr überzeugt gewesen, dass die Doppelbelastung über die Legislaturperiode hinaus nicht verkraftbar sei. Wegen seiner Doppelfunktion steht Göhner seit Tagen in der Kritik. Er sitzt für die CDU im Bundestag und ist seit 1996 Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Entzündet hatte sich die Diskussion am geplanten und dann gescheiterten Wechsel des CDU- Bundestagsabgeordneten Norbert Röttgen zum Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

itz/AP

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