Ärger über Senat Air Berlin droht mit Namensänderung
Berlin - "Wenn der rot-rote Senat mit seiner Flughafenpolitik so weitermacht, muss man sich allerdings ernsthaft überlegen, ob das der richtige Standort ist - und ob Air Berlin noch der richtige Name für unsere Fluglinie ist", sagte Hunold der "Super Illu". Air Berlin habe immerhin fast 1000 Stellen in Berlin geschaffen.
Der streitbare Manager reagiert darauf, dass der britische Konkurrent easyJet ab Mai in Berlin-Schönefeld sein größtes Drehkreuz außerhalb Großbritanniens eröffnen will. EasyJet mietet in Schönefeld ein komplettes Terminal und hat mit dem stadteigenen Flughafenbetreiber günstige Konditionen ausgehandelt. Air Berlin verkehrt vom traditionellen Flughafen Tegel im Westen der Stadt aus und bedient viele Strecken, die auch easyJet anfliegt - unter anderem die Route nach Mallorca.
Hunold hat dem Flughafenbetreiber schon mehrfach vorgeworfen, Subventionen an easyJet zu zahlen und sogar Klage vor Gericht eingereicht. Seine These: In Schönefeld werde ein britisches Unternehmen in Berlin illegitim subventioniert, das dann anderswo Steuern zahle.
Die Flughafengesellschaft weist die Vorwürfe zurück. Subventionen gebe es nicht, nur legitime Marketingzuschüsse. Air Berlin könne zudem dieselben Konditionen wie easyJet erhalten, wenn die Airline von Tegel nach Schönefeld umziehe. Außerdem schaffe die easyJet-Ansiedelung in Berlin langfristig bis zu 1000 neue Jobs.