Ärzte-Tarifstreit: Gespräche unterbrochen - DER SPIEGEL
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Ärzte-Tarifstreit Gespräche unterbrochen

Nach einem 16-stündigen Gesprächsmarathon ist wieder Pause angesagt: Im Tarifstreit der rund 70.000 Ärzte an kommunalen Kliniken haben die Verhandlungsparteien ihre Gespräche auf den Nachmittag vertagt.
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Berlin - Ein Sprecher der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Karl-Martin Obermeier, sagte, die Gespräche seien unterbrochen worden. "Wir werden uns heute noch einmal zusammensetzen und weiter sprechen." Er gehe aber nicht davon aus, dass es ein neues Angebot geben werde. Verhandelt werde ab 14.00 Uhr über die vorliegenden Vorschläge.

Der Verhandlungsleiter der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Otto Foit, hatte die Verhandlungen am Montagabend in Düsseldorf als "extrem schwierig" bezeichnet, weil die Ärztegewerkschaft Marburger Bund sie mit immer neuen Forderungen belaste. Die Arbeitgeber hätten nach der Vorlage eines neuen Angebots aber "keinen Spielraum mehr", um die Forderungen zu erfüllen.

Der Marburger Bund hatte erklärt, er werde das Angebot der Arbeitgeber in keinem Fall akzeptieren und drohte für den Fall eines Scheiterns bereits mit dem Ende des Flächentarifvertrags.

Die Mediziner an den städtischen Krankenhäusern kämpfen für mehr Gehalt, bessere Arbeitsbedingungen, geregelte Arbeitszeiten und einen eigenen arztspezifischen Tarifvertrag. Als Vorbild gilt der Abschluss für die rund 22.000 Ärzte an Unikliniken, auf den sich Gewerkschaft und Arbeitgeber nach mehr als dreimonatigem Streik am 16. Juni geeinigt hatten. Dieser sieht deutliche Gehaltszuwächse, eine bessere Bezahlung von Ruf- und Bereitschaftsdiensten sowie eine Reihe von Regelungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vor.

tim/Reuters/AP