Ärztestreik: Spitzengespräch soll Tarifkonflikt lösen - DER SPIEGEL
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Ärztestreik Spitzengespräch soll Tarifkonflikt lösen

Die Tarifverhandlungen für die rund 22.000 Ärzte an Unikliniken und Landeskrankenhäusern sind am Abend vorerst unterbrochen worden. Die Hoffnungen liegen nun auf einem Gipfeltreffen am Donnerstag, bei dem die Spitzenvertreter über die Forderungen weiter verhandeln sollen.
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Köln - Das Spitzengespräch zwischen Länder-Verhandlungsführers Hartmut Möllring und dem Vorsitzenden des Marburger Bundes, Frank Montgomery, werde voraussichtlich übermorgen in Dresden stattfinden, sagten die Verhandlungsleiter am Abend in Köln. Zuvor hatten sei die Gespräche ohne Ergebnis beendet.

Für die Tarifgemeinschaft deutscher Länder sagte Ulrich Rieger, ein Spitzengespräch solle nun die noch offenen Fragen klären. Offen seien zwischen den Tarifparteien nur noch zwei bis drei Fragen, für die es jeweils verschiedene Alternativen gebe.

Lutz Hammerschlag vom Marburger Bund kritisierte, dass die Länder in Köln kein neues Angebot vorgelegt hätten. Die Arbeitgeber versteckten sich jetzt hinter dem Spitzengespräch. "Das Hauptthema ist klar: Es geht ums Geld", sagte er. "Wenn nach dem Spitzengespräch zu sehen ist, dass es Sinn hat, werden wir die Verhandlungen kurzfristig wieder aufnehmen." Andernfalls werde es "ganz harte Erzwingungsstreiks geben". Die Streiks an den Unikliniken sollen nach Auskunft des Marburger Bundes vom Dienstag deutlich ausgeweitet werden. An immer mehr Unikliniken werde nun wochenweise und nicht mehr wie bisher an einzelnen Tagen gestreikt und damit nur ein Notdienst angeboten. Er gehe davon aus, dass nun "weit bis nach Ende Mai" gestreikt werde, sagte Montgomery. Die Warnstreiks dauern seit März an.

Noch am Dienstagmorgen hatte sich die Gewerkschaft vor der vierten Runde der Tarifverhandlungen für die Ärzte an Universitätskliniken und psychiatrischen Landeskrankenhäusern kompromissbereit gezeigt. Zwar fordere man immer noch 30 Prozent mehr Lohn, jedoch sei man auch zu Zugeständnissen bereit, hieß es. Die Spanne für Lohnsteigerungen liege zwischen sieben und 20 Prozent.

reh/dpa/AP