Air Canada: Orkan über Montréal - DER SPIEGEL
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Air Canada Orkan über Montréal

Die bankrotte Fluglinie Air Canada kommt nicht aus der Krise. Ein Investor aus Hongkong, der den Konzern retten sollte, ist ausgestiegen - ein neuer nicht in Sicht. Unter den Gläubigern des Konzerns: die Deutsche Bank.
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Montreal - Am Freitag bezifferte die Fluggesellschaft ihren Verlust im Jahr 2003 auf 1,87 Milliarden kanadischer Dollar - umgerechnet sind das 1,43 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen machte vor allem gestiegene Treibstoffpreise, Konkurrenz durch Billigflieger und die allgemein schwieriger gewordene geopolitische Lage verantwortlich. Im Vorjahr betrug der Nettoverlust noch 828 Millionen kanadische Dollar.

Air Canada teilte weiter mit, nach dem überraschenden Ausstieg des Hongkonger Investmenthauses Trinity Time Investments bleibe man weiter auf der Suche nach einem finanzkräftigen Kapitalgeber. Die Trinity des Hongkonger Magnaten Victor Li hatten sich zuvor mit einem dreistelligen Millionenbetrag am Rettungskonzept für die Fluggesellschaft beteiligen wollen.

Air Canada teilte mit, ihre wichtigsten Gläubiger wie General Electric Capital Aviation Services und die Deutsche Bank unterstützten die Bemühungen um einen anderen Kapitalgeber. Die kanadische Regierung erklärte nach dem überraschenden Rückzug des Finanzmagnaten, sie wünsche sich, dass der Privatsektor eine Lösung für die Probleme finde.

Der Flugbetrieb des Unternehmens werde im übrigen normal weiter laufen, teilte Air Canada nach Börsenschluss mit. Das Unternehmen ist die elftgrößte Fluggesellschaft der Welt.