Airbus: 6000 Stellen fallen weg - DER SPIEGEL
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Airbus 6000 Stellen fallen weg

Der Flugzeugbauer Airbus hat im vergangenen Jahr einen Umsatzrekord hingelegt, gleichzeitig aber einen deutlichen Rückgang bei den Flugzeugbestellungen verzeichnet. Airbus Chef Noel Forgeard will jetzt 6000 Stellen streichen - das Jahr 2002 werde jedoch "hoffentlich heiterer und friedlicher" werden.
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Toulouse - Der Netto-Auftragseingang sank im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 274 Maschinen nach 492 im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der aktuelle Auftragsbestand habe damit einem Wert von 37,3 Milliarden US-Dollar, teilte Airbus am Donnerstag in Toulouse mit. Obwohl Airbus bei den Flugzeugbestellungen im vergangenen Jahr abgerutscht ist, hat das Unternehmen den US-Konkurrenten Boeing deutlich abgehängt.

Im laufenden Jahr rechnet Airbus mit der Auslieferung von 300 Maschinen. Für das Jahr 2003 sei eine ähnliche Zahl geplant. Im vergangenen Jahr wurden 325 Flugzeuge ausgeliefert - 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz habe mit einem Anstieg um 19,2 Prozent auf 20,5 Milliarden Dollar den höchsten Stand in der Unternehmensgeschichte erreicht, so das Unternehmen.

Mehr als hundert Stornierungen im Jahre 2001

Das Geschäft war 2001 insbesondere von den Terroranschlägen in den USA belastet worden. Damit einhergehend verschärfte sich die Krise in der Luftfahrtbranche. Airbus musste im abgelaufenen Jahr 101 Auftragsstornierungen hinnehmen. Zu 90 Prozent sei dies auf den Konkurs der Auftraggeber zurückzuführen, so das Unternehmen.

Für das laufende Geschäftsjahr brachte Airbus-Chef Noel Forgeard seine Hoffnung zum Ausdruck, dass es "heiterer und friedlicher" verlaufen werde.

Das Unternehmen kündigte an, 6000 Stellen würden gestrichen. Allerdings werde es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Forgeard sagte, Airbus werde frei werdende Stellen nicht neu besetzten.