Airbus A3XX Hamburg macht den Innenausbau
Paris - Dem französischen Verkehrsministerium zufolge soll der Airbus A3XX in Toulouse montiert werden; in Hamburg-Finkenwerder soll dann die Innenausstattung eingebaut werden. Dies sei das Ergebnis der Beratungen der Airbus-Partner, vor allem derjenigen, die in den EADS-Konzern eingehen würden. Dieses Unternehmen, das 80 Prozent der Airbus-Anteile halten wird, soll aus der Fusion von DaimlerChrysler Aerospace, Aérospatiale Matra und der spanischen Casa entstehen.
Das Verkehrsministerium betont in seiner Erklärung: "Toulouse, das den physischen Zusammenbau der verschiedenen Flugzeugteile (Rumpf, Cockpit, Flügel...) realisieren wird, dürfte so seinen Ruf als luftfahrttechnischen Spitzenplatz dauerhaft gefestigt sehen." Keine Angaben machte das Ministerium zu den geplanten "Ausrüstungs-Arbeiten", die in Hamburg vorgenommen werden sollen. Das französische Fernsehen feierte die Mitteilung als Sieg für Toulouse.
Die Produktion des Airbus A3XX gilt als sicher, obwohl ein entsprechender offizieller Beschluss noch nicht erfolgte. Das zweistöckige Riesenflugzeug soll dem Superjumbo 747 des US-Herstellers Boeing Konkurrenz machen. Das Großraumflugzeug, das Platz für 500 bis 650 Passagiere bietet, soll im Jahr 2005 auf den Markt kommen. Die Entwicklungskosten werden auf insgesamt 5,8 Milliarden Dollar geschätzt.